Allgemein Newsletter Tierrechte

Newsletter Tierrechte 10/2021 vom 18. Juni 2021

  • Historisch: EU-Parlament unterstützt Ende der Käfighaltung
  • Neu: Magazin tierrechte 2-21
  • Interview-Reihe: „Wir brauchen ein komplettes
  • Verbot der Tierhaltung für die Fleischproduktion!“
  • Klimaschutz-Sofortprogramm: Bündnis fordert Bundesregierung zum Handeln auf
  • Stadttauben-Interview: „Dranbleiben, hartnäckig bleiben und kreativ werden!“
  • Erfolg: Israel und Estland verbieten Pelzhandel oder -produktion
  • Medien-Tipps
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,
wenige Monate vor der Bundestagswahl stehen die Zeichen auf Wandel. Nach dem wegweisenden Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes übertrumpfen sich Politiker (fast) aller Couleur mit Engagement für den Klimaschutz. Da kommt Hoffnung auf, dass ein Wahlbeben das hinwegfegen könnte, was der Philosoph Günter Anders die „Apokalypse-Blindheit“ nannte. Doch wird das tatsächlich geschehen? Hoffnung macht die Entscheidung des EU-Parlaments vom 10. Juni, denn an diesem Tag stimmte eine Mehrheit der EU-Abgeordneten für das Ende der Käfighaltung in Europa. Zu verdanken ist dies der EU-Bürgerinitiative „End the Cage Age“, die der Bundesverband Menschen für Tierrechte zusammen mit einem breiten Bündnis aus Tier- und Umweltschutzorganisationen unterstützt hat. Mehr zu der wegweisenden Entscheidung lesen Sie unter: tierrechte.de


Bestellen: Magazin tierrechte 2-21
In diesen Tagen erscheint die zweite Ausgabe unseres Magazins tierrechte. Darin berichten wir unter anderem über das Versuchstier des Jahres, das Kaninchen im Pyrogentest. Es steht für die Ungeheuerlichkeit, dass Tiere noch immer in Versuchen sterben, für die es längst tierfreie und zuverlässige Alternativen gibt. Das muss enden. Wir brauchen dringend effiziente Strukturen, damit neue tierleidfreie Methoden auch tatsächlich angewendet werden. Hier bestellen Sie unser Magazin Tierrechte oder lesen es als PDF: tierrechte.de


Interview-Reihe zur Transformation der Landwirtschaft:
„Wir brauchen ein komplettes Verbot der Tierhaltung für die Fleischproduktion!“

Im Vorfeld der Bundestagswahl startet der Bundesverband eine Interviewreihe zur Transformation der Landwirtschaft. Den Auftakt macht der Agrarexperte Prof. Dr. Franz Mühlbauer. Im Interview erklärt er, warum er einen radikalen Umbau der Landwirtschaft in Richtung eines gemeinwohlorientierten Ökolandbaus für unumgänglich hält. Um die Klimaziele zu erreichen, fordert er zudem ein komplettes Verbot der Tierhaltungszweige, die sich ausschließlich mit der Fleischproduktion befassen und ein Ende der Subventionen für die konventionelle Landwirtschaft.  Das komplette Interview lesen Sie unter: tierrechte.de


Klimaschutz-Sofortprogramm: Bündnis fordert Bundesregierung zum Handeln auf
Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur CO₂-Minderung hinterlegen. Das fordert der Dachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) zusammen mit 54 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen – darunter auch der Bundesverband Menschen für Tierrechte – in einem Klimaschutz-Sofortprogramm. Um die Klimaziele zu erreichen, fordern die Organisationen im Bereich Landwirtschaft unter anderem eine drastische Reduktion der Tierbestände und des Konsums tierischer Produkte, eine flächengebundene Tierhaltung, ein Ende klimaschädlicher Subventionen sowie einen deutlichen Ausbau des Ökolandbaus. Alle Infos lesen Sie in der Pressemitteilung.


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Stadttauben-Interview: „Dranbleiben, hartnäckig nachgehen, immer wieder kreativ werden!“
Kommunen davon zu überzeugen, ein Stadttaubenkonzept einzuführen, ist keine leichte Aufgabe. Nur wenige Städte beschäftigen eine/n hauptamtliche/n Taubenbeauftragte/n. Viele Städte ignorieren das immense Tierleid noch immer. Um einen lösungsorientierten Ansatz voranzubringen, ist es hilfreich, den großen Bedarf und die Vorteile für die Einrichtung von Taubenschlägen mit Zahlen und Fakten zu untermauern. In einem umfassenden Interview sprach tierrechte mit Eileen Jörs, die sich ehrenamtlich bei „Gandolfs Taubenfreunden Hamburg“ engagiert. Das 20-köpfige Team dokumentiert den Bedarf, beispielsweise, indem über die gemeldeten Notfälle genaue Statistiken geführt werden. Hier lesen Sie das Interview.


Erfolg: Israel und Estland verbieten Pelzhandel oder -produktion
Israel will als weltweit erstes Land den Handel mit Pelzen in der Mode verbieten. Pelzprodukte sollen nur noch im Ausnahmefall gehandelt werden dürfen – etwa zu religiösen, Bildungs- oder Forschungszwecken. Die Regelung soll Ende des Jahres in Kraft treten. Die internationale Anti-Pelz-Allianz sprach von einem „historischen Tag“. Mit seiner Entscheidung für ein Pelz-Verbot habe Isreal einen „ethischen Präzedenzfall“ geschaffen, dem andere Länder nun folgen müssten. Gute Nachrichten kommen auch aus Estland, das Anfang Juni als erster baltischer Staat Pelztierfarmen verboten hat. Die Gesetzesänderung verbietet das Züchten und Töten von Tieren, wenn das einzige Ziel ihre Pelze sind. Bis Ende 2025 müssen alle noch existierenden Pelztierfarmen schließen. Weltweit schränken immer mehr Länder und Städte den Pelzhandel ein. Mit dabei: Großbritannien, Belgien, Österreich, Tschechien, die Slowakei und Norwegen. In den USA ist der Verkauf von Pelz sowohl in Los Angeles als auch in San Francisco verboten. Kalifornien will als erster US-Bundesstaat den Pelzhandel ab 2023 verbieten. Lesen Sie dazu auch das Interview mit Christian Drosten zum Ursprung des Corona-Virus, das er in der grausamen Pelzindustrie sieht.


Medien-Tipps


Termine


Impressum:

Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
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Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren des Jahres“ sowie das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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