Allgemein Newsletter Tierrechte

Newsletter Tierrechte Nr. 11/19 vom 30.08.2019

Inhalt

  • Tierrechte Magazin: Sichere Teststrategien statt Tierversuche
  • Ersatzverfahren des Jahres: Entwicklungsneurotoxikologie
  • Tierversuche: Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland
  • Zu hohe Nitratwerte: Klöckner muss Tierbestände abbauen
  • Artenschutz: Wir müssen unseren Lebensstil ändern
  • Landtagswahlen Sachsen und Brandenburg
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Woche erscheint die neue, extra lange Ausgabe unseres Magazins tierrechte. Im Schwerpunkt stellen wir das diesjährige „Ersatzverfahren des Jahres“ vor. Dabei geht es um einen Bereich der Giftigkeitsprüfung, für den besonders viele Tiere leiden: Die Entwicklungsneurotoxikologie. Um zu untersuchen, ob Stoffe eine schädigende Wirkung auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib haben könnten, werden hauptsächlich Ratten in Tierversuchen verwendet und getötet. Neue, humanrelevante Methoden könnten in einer gut durchdachten und koordinierten Teststrategie ein Ende solcher Versuche bedeuten. Im Magazin erklären wir die Hintergründe, den derzeitigen Stand der Methoden-Entwicklung und was zu tun ist, um endlich den überfälligen Systemwandel weg vom Tierversuch, hin zu humanrelevanter, tierleidfreier Forschung voran zu bringen. Weitere Themen sind unter anderem die Perspektiven für den Tierschutz nach den EU-Wahlen, Neugkeiten zur Tierschutz-Verbandsklage und eine Zwischenbilanz von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Auf unserer Webseite können Sie das Magazin als PDF herunterladen oder ein kostenloses Musterexemplar bestellen. Hier lesen Sie zudem die ausführliche Broschüre zum „Ersatzverfahren des Jahres 2019“.


Tierversuche: Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland

Foto: pixabay.com

Gegen Deutschland läuft ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission wegen Verstößen bei der Umsetzung der EU-Versuchtierrichtlinie in deutsches Recht. In dem Verfahren liegt die Chance, dass die eklatanten Mängel endlich beseitigt werden. Zudem könnte es als Anstoß dienen, einen nötigen Systemwandel anzukurbeln und endlich einen Plan zu entwickeln, wie eine Wissenschaft ohne Tierleid Schritt für Schritt erreicht werden könnte. Nun droht die EU-Kommission damit, Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen, wenn die Gesetze nicht entsprechend den Vorgaben angepasst werden. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel.


Zu hohe Nitratwerte: Klöckner muss Tierbestände abbauen

Seit 26 Jahren übersteigt Deutschland die zulässigen Nitratwerte von 50 Milligramm je Liter – trotz zahlreicher Mahnungen der EU. Jetzt geht ihr die Geduld aus. Die EU-Kommission hat ein zweites Vertragsverletzungsverfahren gestartet. Studien belegen, dass die Tierbestände reduziert werden müssen, und das Grundwasser vor zu viel Nitrat zu schützen und um den Klimawandel aufzuhalten. In Anbetracht der drängenden Probleme scheint jetzt endlich auch bei der CDU ein Umdenken einzusetzen. Mehr dazu unter: www.tierrechte.de


Artenschutz: Wir müssen unseren Lebensstil ändern

Aus Genf kommt eine gute Nachricht: Die Unterzeichnerstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens beschlossen diese Woche, den Handel mit Dutzenden Tier- und Pflanzenarten schärfer zu überwachen. Doch Handelsverbote allein sind nicht genug. Der Welt-Biodiversitätsrat IPBES warnt in seinem neusten Bericht, dass das globale Artensterben katastrophale Ausmaße angenommen hat. Die Publizistin Tanja Busse appelliert in ihrem Kommentar, dass wir dringend unseren ressourcenfressenden Lebensstil beenden müssen. Denn er zerstört den Lebensraum von Tieren und Pflanzen.
Mehr dazu lesen Sie hier.

Campact hat eine Aktion gestartet, um das umstrittene Mercosur-Abkommen zu stoppen, hier können Sie unterzeichnen.


Tierschutz: Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen

Am 1. September wählen Brandenburg und Sachsen eine neue Landesregierung. Um den Wählern in Brandenburg und Sachsen eine Orientierung zu geben, hat der Bundesverband die Programme nach entscheidenden Aussagen durchforstet. Das Augenmerk lag dabei auf konkreten und zielführenden Maßnahmen, mit denen tatsächlich mehr Tierschutz erreicht werden kann.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Wahlen in Brandenburg und Sachsen.


Termine


 

 

Impressum:

Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Mühlenstr. 7a, 40699 Erkrath, Deutschland
Fon 0211 – 22 08 56 48
Fax 0211 – 22 08 56 49
E-Mail: info@tierrechte.de
Web: www.tierrechte.de
Tagesaktuelle Infos finden Sie auf unserer Facebookseite
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
Konto 16 00 79 73
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic AACSDE33
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath (früher Aachen) sind  Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren des Jahres“ sowie das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

0 Shares