Newsletter Tierrechte

Newsletter Tierrechte Nr. 18/18 vom 26.10.2018

Inhalt

  • Betäubungslose Ferkelkastration: Verbot jetzt durchsetzen
  • Landtagswahlen in Hessen: Tierschutzpläne der Parteien
  • Landtagswahlen in Bayern: CSU verliert absolute Mehrheit
  • NRW: Jetzt Tierschutz-Verbandsklage schützen
  • Botox-Serie: Anwendungen in der Medizin
  • Tierfreie Forschungsmethode ausgezeichnet
  • Stadttauben: Ende der Qualen durch Nopaloma-Paste?
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

entgegen allen veterinärmedizinischen und juristischen Sachargumenten und trotz vorhandener Alternativen will die Bundeslandwirtschaftsministerin den Qual-Eingriff der Kastration bei vollem Bewusstsein der Ferkel zwei Jahre länger erlauben und nicht zum 1.1.2019 verbieten. Tierrechtler, Tierschützer, Juristen, Tierärzte, Juristen und Verbraucherschützer laufen deshalb derzeit Sturm gegen die Verbotsverschiebung. Doch Ministerin Klöckner will die notwendige Änderung des Tierschutzgesetzes im November durch den Bundestag peitschen. Im Dezember soll der Bundessrat zustimmen. Es gilt, das Vorhaben bereits im Bundestag auszubremsen. Machen Sie bei der E-Mail-Aktion von foodwatch mit, wenn Sie gegen eine Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration protestieren wollen, jede Stimme zählt! Es haben sich schon über 56.000 Unterzeichner engagiert. Die Empörung der Zivilgesellschaft muss bei den Bundestagsabgeordneten ankommen! Sachargumente wurden genug ausgetauscht.


Landtagswahlen in Hessen: Tierschutzpläne der Parteien
Am Sonntag wird in Hessen der neue Landtag gewählt. Was haben die Landesparteien beim Tierschutz vor? Schnellorientierung bietet der Tierschutz-Check-Flyer. Wer mehr wissen möchte, findet alle Antworten der Parteien auf 24 Fragen im ausführlichen Tierschutz-Check. Die Fragen stellte das Hessische Tierschutzbündnis, ein Zusammenschluss von Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V., Landestierschutzverband Hessen e. V., Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e. V., TASSO e. V. und Wildtierschutz Deutschland e. V..

Alle Tierschutz-Informationen finden Sie auf unserer Webseite. Hier geht’s zu den Wahlprognosen.


Landtagswahlen in Bayern: CSU verliert absolute Mehrheit
Am 14. Oktober hat Bayern seinen neuen Landtag gewählt. Die CSU verliert die absolute Mehrheit und wird mit den Freien Wählern koalieren. Die Grünen werden zweitstärkste Fraktion und bleiben in der Opposition. Unser kurzes Fazit: auch von der neuen bayerischen Landesregierung wird wohl kein Tierschutzaufschwung ausgehen. Mehr zu den Tierschutz-Aussagen von CSU, Grünen, Freien Wählern, SPD und FDP vor der Wahl lesen Sie hier.


NRW: Jetzt Tierschutz-Verbandsklage schützen

Die Tierschutz-Verbandsklage in NRW endet am 31. Dezember 2018. So steht es im Klagegesetz. Zu ändern ist das nur durch einen Landtagsbeschluss, der das Verfallsdatum verlängert oder streicht. Ein solcher Antrag ist allerdings bisher nicht in Sicht. Die schwarz-gelbe Landesregierung schweigt eisern und ignoriert die Sachargumente. Was jetzt noch Druck machen kann, ist der Protest aus der Zivilbevölkerung. Darum starten wir Anfang nächster Woche im Schulterschluss mit weiteren Organisationen eine zeitlich kurze aber intensive Unterschriften-Sammlung für den Erhalt der Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen. Wir halten Sie auf dem Laufenden und bitten um Unterstützung. Bleiben Sie dran.

Bitte beachten Sie auch folgenden Termin: Am 31. Oktober tagt ab 15 Uhr 30 der Landwirtschaftsausschuss öffentlich zur Tierschutz-Verbandsklage. Der Bericht der Landesregierung ist angekündigt.


Foto: vkovalcik, iStockphoto/Alexa Binnewies

Botox-Serie: Anwendungen in der Medizin
Im Rahmen unserer Botox-Kampagne haben wir heute unsere Serie über Botox-Anwendungen in der Medizin ergänzt. Diesmal geht es um den therapeutischen Einsatz von Botox bei neurologischen Bewegungsstörungen. Durch die ständig wachsenden Anwendungsgebiete von Botox werden zukünftig auch mehr Sicherheitstests mit Mäusen nötig werden, sofern nicht weitere tierfreie Methoden entwickelt und anerkannt werden. Falls Sie unsere Petition noch nicht unterschrieben haben, können Sie dies hier tun, schon über 35.000 Unterzeichner unterstützen unser Vorhaben!


Foto: OneVioce

Tierfreie Forschungsmethode ausgezeichnet
Am 11. Oktober wurde der Tierschutzforschungspreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) verliehen. Der Preis in Höhe von 25.000 Euro ging diesmal an Professor Dirk Görlich und Dr. Tino Pleiner vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Die Wissenschaftler haben gemeinsam ein Verfahren entwickelt, das die Produktion sogenannter sekundärer Antikörper in Tieren ersetzen kann. Antikörper sind in der medizinischen Forschung und Diagnostik notwendig. Das neue Verfahren könnte hunderttausenden von Tieren weltweit das Leben retten. Der Bundesverband begrüßt die Wahl der Preisträger. Lesen sie hier unsere ausführliche Pressemitteilung mit mehr Details zum neuen Verfahren.


Stadttauben: Ende der Qualen durch Nopaloma-Paste?
Das klingt nach einer guten Nachricht für Stadttauben und andere Stadt-Vögel: Nach Klage von Tierschützern kritisiert der Hersteller der Nopaloma-Paste sein eigenes Produkt, beziehungsweise dessen Anwendung. Die Paste sollte ursprünglich Oberflächen unattraktiv für Tauben machen. Wird sie aber nicht sachgemäß angewendet und mit einer speziellen Schutzfolie bedeckt, kann sie das Gefieder schwer verkleben und so für die Tiere einen tragischen Tod bedeuten. Nun sieht nach einem Ende dieser tierquälerischen Praxis aus. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel.


Termine


 

 

 

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Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath (früher Aachen) sind über 60 Vereine sowie Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren des Jahres“ sowie das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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