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Tiere haben Rechte – wir fordern sie ein!

Foto: Fotolia/Kara

Tiere sind empfindungsfähige Lebewesen. Dennoch leiden sie zu Millionen in Tierversuchen, in der industriellen Landwirtschaft, in Schlachthöfen, Zuchtbetrieben, Zoos, Zirkussen, bei der Jagd und als artwidrig gehaltene „Haustiere“. Um dieses massenhafte Leiden zu beenden, müssen wir den Tieren endlich ihre elementaren Rechte zugestehen – ihre Rechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Gleichbehandlung und Freiheit. Unser langfristiges Ziel: Das Mensch-Tier-Verhältnis muss sich grundsätzlich ändern.


Derzeitige Tierhaltung hat keine Zukunft

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein. Er kämpft für den Ausstieg aus dem Tierversuch, der „Nutztier“-Haltung sowie gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Denn „Menschen für Tierrechte“ bedeutet für uns, die Menschenrechtsbewegung um Gerechtigkeit für Tiere zu erweitern.

Obwohl es leider für die Tiere noch nicht spürbar ist, erleben wir derzeit einen Wandel im Mensch-Tier-Verhältnis. Für immer mehr Menschen steht fest, dass sie die skrubelose Ausbeutung der sogenannten „Nutztiere“ für Produkte wie Fleisch, Eier, Milch, Leder oder Pelz nicht mehr akzeptieren. Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA), das höchste Beratergremium des Bundeslandwirtschaftsministeriums, stellte in seinem ausführlichen Gutachten (1) schon 2015 fest: Wenn Rind, Schwein & Co weiterhin so skandalös leben müssen wie bisher, hat die landwirtschaftliche Tierhaltung keine Zukunft.

Wir brauchen einen Systemwechsel
Eine zukunftsweisende Tierschutzpolitik muss auf das Wohlbefinden der Tiere ausgerichtet sein, so wie es das Staatsziel Tierschutz und das Tierschutzgesetz fordern. Um dies zu erreichen, brauchen wir Systemwechsel in den Hochburgen der Tiernutzung. Was die Tierversuche anbetrifft, so geht nichts ohne einen Masterplan für deren Abbau. Für die Landwirtschaft gilt gleichermaßen: Keine Zukunft ohne Wende. Auch hier muss es ein Gesamtkonzept für eine Wende von der tierischen auf die pflanzliche Eiweißproduktion geben. Durch eine pflanzliche Ernährung beenden wir nicht nur die Ausbeutung der Tiere, sie bietet auch Lösungen für die Problemfelder Welternährung, Klimawandel und die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Mensch-Tier-Verhältnis muss sich grundsätzlich ändern
Unser langfristiges Ziel: Das Mensch-Tier-Verhältnis muss sich grundsätzlich ändern. Tiere haben ein Recht auf Leben, auf Freiheit und auf Unversehrtheit. Der Weg zur Anerkennung dieser Rechte ist beschwerlich – wir gehen ihn pragmatisch, schrittweise und konsequent, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Dazu wirken wir beratend auf Bundes- und Landesebene mit, geben z. B. Stellungnahmen und juristische Gutachten ab und engagieren uns im Rahmen der Tierschutz-Verbandsklage für effektive Tierschutz-Verbesserungen. Unsere Stärke liegt dabei im Zusammenwirken von Seriösität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene und in der Kooperation mit anderen Organisationen – national und international.

Dr. Eisenhart von Loeper am Tag der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetzes. Foto: Marco Limberg

Lobbyarbeit für die Tiere
Und damit sind wir erfolgreich: Dank der Initiative unseres ehemaligen Vorsitzenden Dr. jur. Eisenhart von Loeper gelang es 2002, den Tierschutz zum Staatsziel zu erheben und ihn in Artikel 20 a des Grundgesetzes verankern zu lassen. Nach intensiver Lobbyarbeit durch unseren Verband haben inzwischen acht Bundesländer die Tierschutz-Verbandsklage eingeführt. Nachdem unser Verband schon 2014 einen Masterplan zur Abschaffung der Tierversuche gefordert hatte, legten die Niederlande im Dezember 2016 einen Abbauplan vor (2). Ein knappes Jahr später präsentierte einer der drei belgischen Regierungsbezirke ebenfalls einen Reduktionsplan. Nun gilt es dies auch für Deutschland zu erreichen.

Statt nur zu fordern bieten wir Alternativen
Mit unserem Wissenschaftsportal InVitro+Jobs setzen wir uns für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung ein. Durch das „Ersatzverfahren des Jahres“ und das „Versuchstier des Jahres“ tragen wir dazu bei, dass Tierversuche durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden. Mit unserem Projekt SATIS – für eine humane Ausbildung setzen wir uns für den Einsatz von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, die Einführung einer tierlosen bio-veganen Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen.

Tiere haben ein Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit!
DAFÜR KÄMPFEN WIR!

HELFEN SIE UNS mit Ihrem Engagement, einer Spende oder Ihrer Mitgliedschaft!

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Hier lesen Sie unser Leitbild.

Wir sind Mitglied bei:

(1) Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (WBA) „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“
(2) Abbauplan der Niederlande: Um das endgültige Ziel, die Abschaffung aller Tierversuche, zu erreichen, sollen zunächst Tierversuche für leitbildRegulatorische Sicherheitstest für Chemikalien, Lebensmittelzusätze, Pestizide und (Tier-) Medizinprodukte sollen unter Einhaltung des gleichen Sicherheitsniveaus bis 2025 beendet werden. Auch biologische Produkte wie zum Beispiel Impfstoffe können bis dann tierversuchsfrei getestet werden. www.ncadierproevenbeleid.nl