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Tierschutz-Wahl-Kompass: Jetzt mitmachen

09. September 2021: Wahlkompass gibt Orientierung zu Tierschutzplänen ausgewählter Parteien

Eine Woche nachdem der offizielle Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) an den Start ging, veröffentlicht der Bundesverband Menschen für Tierrechte heute den „Tierschutz-Wahl-Kompass“. Dazu hat der Tierrechtsverband ausgewählte Parteien zu besonders drängenden tier- und klimaschutzrelevanten Themen befragt und deren Wahlprogramme analysiert. Besonderen Fokus hat er auf eine Agrar- und Ernährungswende sowie auf einen Ausstiegsplan aus dem Tierversuch gelegt. Der Tierschutz-Wahl-Kompass soll Wähler:innen einen Überblick geben, welche der ausgewählten Parteien sich für den Tierschutz – und den damit verbundenen Klimaschutz – besonders einsetzen wollen. Der Tierschutz-Wahl-Kompass stellt keine Wahlempfehlung dar und dient lediglich zur Orientierung. 

Zur Bundestagswahl am 26. September hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte die Wahlprogramme von acht etablierten und demokratisch ausgerichteten Parteien* analysiert und sie befragt. Diese Informationen hat der Tierrechtsverband in Form von 14 Thesen zur Tierschutzpolitik in den Tierschutz-Wahl-Kompass eingespeist. Der Verband weist darauf hin, dass die Thesen und die Auswahl der Parteien nur zur Information dienen und keine Wahlempfehlung sind. Bei der Gewichtung der Themen hat sich Menschen für Tierrechte besonders auf die notwendige Agrar- und Ernährungswende sowie auf einen Ausstiegsplan aus dem Tierversuch fokussiert. 

Von „Abkehr von der Massentierhaltung“ bis „Wildtierverbot im Zirkus“
Die Thesen reichen von einer Gesamtstrategie zum Ausstieg aus dem Tierversuch über eine Strategie für eine tier- und klimafreundliche Ernährung und Landwirtschaft bis zu einem bundesweiten Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine. Weitere Punkte betreffen die Abkehr von der Massentierhaltung, Agrar-Subventionen, Förderung des ökologischen Landbaus, Obergrenzen für Tierhaltungsbetriebe, Verschärfungen für Tiertransporte, eine Reduktion des Fleischkonsums sowie das Verbot von Wildtieren in Zirkussen und der Pelzproduktion. 

Mit welcher Partei besteht die größte Übereinstimmung?
Über die Webseite tierrechte.de können die Wähler nun den Tierschutz-Wahl-Kompass nutzen, um zu überprüfen, wie die Parteien zu den jeweiligen Thesen stehen. Die Nutzer:innen gehen dazu Schritt für Schritt vor und legen selbst fest, ob ihnen die einzelnen Thesen besonders wichtig sind oder nicht. Sechs Mal können die Nutzer:innen zusätzlich anklicken, dass ihnen ein Thema besonders wichtig ist. Nach der Bewertung werden die Parteien ausgewählt, mit denen die eigenen Prioritäten abgeglichen werden sollen. Der Tierschutz-Wahl-Kompass erzeugt auf dieser Basis dann für jede gewählte Partei ein separates Diagramm, das anzeigt, wie sehr die Positionen übereinstimmen. Je höher die Prozentzahl, desto näher liegen die Positionen der Parteien denen der Wähler:innen. Zum Schluss bietet der Tierschutz-Wahl-Kompass den Wähler:innen zudem die ausführlichen Positionen der Parteien zu den einzelnen Thesen. 

Zusätzliche Orientierung für historisch wichtige Wahl
„Wir freuen uns, anlässlich dieser historisch wichtigen Wahl den Wähler:innen ein zusätzliches Werkzeug zur Orientierung zur Verfügung stellen zu können. Leider können wir es nicht leisten, alle Parteien, die mit mindestens einer Landesliste antreten, zu ihren Tierschutz-Positionen zu befragen. Aber nach dem Ausfüllen ergibt sich zumindest eine Tendenz, welche der etablierten und demokratisch ausgerichteten Parteien sich hier besonders engagieren wollen“, sagt Christina Ledermann, Vorsitzende von Menschen für Tierrechte. 

Der Tierrechtsverband weist darauf hin, dass der Tierschutz-Wahl-Kompass keine Wahl-Empfehlung ist, er ist lediglich ein Werkzeug zur Orientierung und Diskussion. Der Tierschutz-Wahl-Kompass basiert auf dem freien Open Source Projekt OpenElectionCompass. 

Hier können Sie den Tierschutz-Wahl-Kompass nutzen: www.tierrechte.de

Weitere Übersichten, Auswertungen und Hintergrundinformationen zur Bundestagswahl, lesen Sie unter: www.tierrechte.de 

* Für den Tierschutz-Wahl-Kompass wurden die Positionen von CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP, ÖDP, V-Partei³ und der Tierschutzpartei analysiert. 

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Pressestelle:
Christina Ledermann
Tel.: 05840/99 99 790
Mobil: 0179/450 46 80
E-Mail: ledermann@tierrechte.de

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Neue Geschäftsstelle: Severinusstr. 52, 53909 Zülpich
Tel: 02252/830 12 10, Internet: www.tierrechte.de


Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren bzw. Replace des Jahres“ sowie das: „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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