Allgemein Presse/Magazin Tierschutz-Verbandsklage

11. Dezember 2018: 76.000 Unterschriften für den Erhalt der Tierschutz-Verbandsklage übergeben

Heute übergaben Laura Zodrow (links) von animal public und Christina Ledermann, von Menschen für Tierrechte, stellvertretend für ale beteiligten Tierschutzverbände über 76.000 Unterschriften für die Tierschutz-Verbandsklage.

Heute haben vor dem nordrhein-westfälischen Landtag Vertreter verschiedener Tierschutzorganisationen* über 76.000 Unterschriften für den Erhalt der Tierschutz-Verbandsklage in NRW übergeben. Morgen wird der Landtag über den Fortbestand des Klagerechts im Tierschutz abschließend entscheiden. Die Tierschutzverbände befürchten einen historischen Rückschritt für den Tierschutz.

Vor fünf Jahren führte Nordrhein-Westfalen (NRW) als zweites Bundesland die Tierschutz-Verbandsklage ein. Ein Meilenstein für den Tierschutz, denn seither ist es anerkannten Tierschutzorganisationen möglich, den Schutz von Tieren vor Gericht einzuklagen. Ein Klagerecht, was auch im Naturschutz schon lange besteht. Das Gesetz über das Verbandsklagerecht und Mitwir-kungsrechte in NRW tritt jedoch mit Ablauf des 31.12.2018 außer Kraft, wenn es von der Landes-regierung nicht aktiv verlängert wird.

Am Mittwoch, den 12.12.2018, wird der Landtag NRW über den Erhalt der Tierschutz-Verbandsklage entscheiden. Die Verbände befürchten, dass sich die Regierung aus CDU und FDP gegen den Erhalt des Klagerechtes für den Tierschutz aussprechen wird.

Deswegen haben heute Vertreter von Tierschutzorganisationen  76.000 Unterschriften an das Büro der zuständigen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergeben. Die Verbände hoffen, dass sie mit diesem Appell aus der Zivilbevölkerung die Landtagsdebatte am morgigen Mittwoch in der Entscheidung noch positiv beeinflussen können.

„Mit der Petition wollen wir die Wichtigkeit des Themas Tierschutz noch einmal aufzeigen. Die Tierschutz-Verbandsklage ist der Lackmustest für ernst gemeinte Tierschutzpolitik. Morgen können CDU und FDP unter Beweis stellen, was ihnen Tierschutz und Demokratie wert sind,“ sagt Christina Ledermann, stellvertretende Vorsitzende von Menschen für Tierrechte und Vorsitzende des NRW-Tierschutzbeirats.

*Die Unterschriften wurden gesammelt von den Organisationen:
animal public, Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Ärzte gegen Tierversuche, ARIWA, BUND NRW, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Bun-desverband Tierschutz, Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht, Deutsches Tierschutzbüro, Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz, Europäischer Tier- und Naturschutz, Landestierschutzverband NRW, Menschen für Tier-rechte, PETA, PROVIEH, TASSO, Vier Pfoten. Die Petition finden Sie unter: www.change.org. 

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Pressestelle und Fotos in Druckqualität:
Christina Ledermann
Tel.: 0211/16345429
Mobil: 0179/450 46 80
E-Mail: ledermann@tierrechte.de

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Neue Geschäftsstelle: Mühlenstr. 7a, 40699 Erkrath
Tel: 0211 / 22 08 56 48, Internet: www.tierrechte.de

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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath (früher Aachen) sind über 60 Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aud dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren bzw. Replace des Jahres“ sowie das: „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.