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22. November 2018: Hessisches Tierschutzbündnis fordert klares Bekenntnis von Schwarz-Grün für den Tierschutz im Koalitionsvertrag

Das Hessische Tierschutzbündnis fordert u.a., die Schonzeiten für Waschbären und Füchse während der Jungenaufzucht beizubehalten.

Anlässlich der aktuellen Koalitionsverhandlungen fordert das Hessische Tierschutzbündnis CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf, den Tierschutz im Koalitionsvertrag angemessen zu berücksichtigen. Das Hessische Tierschutzbündnis ist ein Zusammenschluss von TASSO e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Landestierschutzverband Hessen e.V., Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und Wildtierschutz Deutschland e. V.

„Der Tierschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, die Menschen wünschen sich von der Politik grundlegende Verbesserungen für den Schutz unserer Mitlebewesen, insbesondere in der Massentierhaltung und vor Tierversuchen“, sagt Mike Ruckelshaus von TASSO e.V. für das Hessische Tierschutzbündnis. Er fordert CDU und Grüne auf, in ihrem Koalitionsvertrag die Weichen für nachhaltige Verbesserungen im Tierschutz zu stellen und dabei dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung zu tragen.

Nach Ansicht des Tierschutzbündnisses sind nun besonders die durch die Landtagswahl gestärkten Grünen gefordert, die umfangreichen Tierschutz-Forderungen und Ziele aus ihrem Wahlprogramm auch im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Hierzu zählen besonders die Ablehnung der Massentierhaltung, der Abbau der Tierversuche durch Förderung tierversuchsfreier Methoden, die Einführung der Tierschutzverbandsklage, die Einrichtung einer „Task-Force Tierschutz“ für den Vollzug des Tierschutzrechts, die „auskömmliche“ Finanzierung der Tierheime, die Einführung des Hundeführerscheins und das Verbot von Totschlagfallen.

Weiter erwarten die Tierschützer bisher Erreichtes, wie die Schonzeiten für Waschbären und Füchse während der Jungenaufzucht, beizubehalten und mahnen eine grundlegende Reform des Landesjagdgesetzes an, die sich an den Belangen des Tierschutzes orientiert und die neuesten wald- und wildbiologischen Erkenntnisse berücksichtigt. Dazu gehöre auch ein Verbot der Baujagd, der Fallenjagd und der Jagdhundeausbildung an lebenden Tieren.

Abschließend fordert das Hessische Tierschutzbündnis die Umsetzung der noch offenen Punkte aus dem letzten Koalitionsvertrag von CDU und Grünen, wie zum Beispiel das Verbot des Haustierabschusses durch Jäger. Das Bündnis erinnert die Koalitionäre daran, dass sie erst vor wenigen Monaten im Hessischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung die rechtliche Grundlage für die Einführung des Hundeführerscheins und der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde geschaffen haben. Diese Maßnahmen müssen nun Eingang in die Hundeverordnung finden.

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Pressestelle:
Christina Ledermann
Tel.: 0211/16345429
Mobil: 0179/450 46 80
E-Mail: ledermann@tierrechte.de

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Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Neue Geschäftsstelle: Mühlenstr. 7a, 40699 Erkrath
Tel: 0211 / 22 08 56 48, Internet: www.tierrechte.de

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Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Erkrath (früher Aachen) sind über 60 Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aud dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion, um das Ende der „Nutztier“-Haltung zu erreichen. Darüber hinaus ernennt der Verband beispielsweise das „Ersatzverfahren bzw. Replace des Jahres“ sowie das: „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Etablierung der Tierschutz-Verbandsklage, eine tierlose bio-vegane Landwirtschaft sowie die Aufnahme von Tierrechten in die Lehrpläne von Schulen. Der Verband gibt viermal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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