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Tiere haben Rechte – wir fordern sie ein!

cover tiere haben rechte-001Tiere sind empfindungsfähige Lebewesen. Dennoch leiden sie jeden Tag millionenfach in Tierversuchen, in der industriellen Landwirtschaft, in Schlachthöfen, Zuchtbetrieben, Zoos, Zirkussen und als artwidrig gehaltene „Haustiere“. Um dieses massenhafte Leiden zu beenden, kämpfen wir dafür, dass den Tieren endlich ihre elementaren Rechte zugestanden werden, wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Gleichbehandlung und Freiheit. „Menschen für Tierrechte“ bedeutet für uns, die Menschenrechtsbewegung um Gerechtigkeit für Tiere zu erweitern.

Hier können Sie sich unser Flugblatt "Tiere haben Rechte - wir fordern sie ein" als PDF herunterladen. Bestellen können Sie es in unserem Shop.

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Statt nur zu fordern, bieten wir Alternativen

invitrojobsUm dieses große Ziel zu erreichen, setzen wir uns auf politischer Ebene für die Tiere ein. Ziele sind der Ausstieg aus dem Tierversuch, der „Nutztier“-Haltung sowie das Ende jeglichen Missbrauch von Tieren. Es ist ein langer Weg zur gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Anerkennung elementarer Tierrechte. Wir gehen ihn pragmatisch, schrittweise und konsequent, ohne unser Ziel aus den Augen zu verlieren – und bieten Alternativen:

 

altMit unserem Portal www.InVitroJobs.com bringen wir die tierversuchsfreie Forschung voran, indem wir neue Verfahren und wissenschaftliche Arbeitsgruppen vorstellen und Forscher vernetzen, die in diesem wichtigen Bereich arbeiten. Durch das „Versuchstier des Jahres“, das wir jedes Jahr neu benennen, konnten wir bereits dazu beitragen, dass Tierversuche durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt wurden. logo

Mit unserem Projekt SATIS – für eine humane Ausbildung setzen wir uns für den Einsatz von tierverbrauchsfreien Lehrmethoden ein. Mit unserem Portal für parlamentarische Tierschutz-Initiativen www.tierschutzwatch.de geben wir Bürgern und Politikern Einblick über die Tierschutzpolitik auf EU-, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.

Großer Erfolg: Staatsziel Tierschutz

altDie Erfahrung lehrt uns, dass vor allem wirkungsvolles Lobbying die Situation der Tiere nachhaltig verändern kann. Mit besseren Rechtsgrundlagen helfen wir nicht nur einem oder einigen Tieren, sondern Millionen. Unsere Stärke liegt dabei im Zusammenwirken von Fachwissen, öffentlichkeitswirksamen Kampagnen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Und damit sind wir erfolgreich: So gelang es der Kampagne "Tierschutz ins Grundgesetz" (1989 - 2002), initiiert durch unseren ehemaligen Vorsitzenden Dr. Eisenhart von Loeper, im Mai 2002, den Tierschutz zum Staatsziel zu erheben und ihn in Artikel 20 a des Grundgesetzes zu verankern.

Meilenstein: Die Tierschutz-Verbandsklage kommt!

altSeit Erreichen des Staatsziels Tierschutz kämpfen wir für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage. Denn was nützen den Tieren Gesetze, wenn es für sie keine anerkannten Treuhänder gibt, die sich für ihre Rechte einsetzen? Nach intensiver Lobbyarbeit durch unseren Verband haben Bremen (2007), sowie 2013 Hamburg, Nordrhein-Westfalen (NRW), das Saarland, 2014 Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein und zuletzt Baden-Württemberg (2015) das Klagerecht für den Tierschutz eingeführt.
Diese „Errungenschaft“ ist bahnbrechend und von der Bedeutung vergleichbar mit der Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz. Beides ist auch Gradmesser dafür, wie sich der Stellenwert des Tierschutzes in unserer Gesellschaft entwickelt.

Es ist uns zwar trotz großer Anstrengungen – inklusive starker Bürger-Beteiligung an unserem Eil-Appell – nicht gelungen, das Klagerecht im schwarz-roten Koalitionsvertrag festzuschreiben. Auf Druck der CDU/CSU wurde es auf den letzten Verhandlungsmetern aus dem Vertrag genommen. Dennoch sind wir optimistisch, dass CDU/CSU die Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene nicht weiter ignorieren und blockieren kann, wenn ein Großteil der Bundesländer sie erfolgreich etabliert.

Abschaffung geht nur über die tierversuchsfreien Verfahren

altDer Bundesverband Menschen für Tierrechte ist überzeugt, dass der Weg zur Abschaffung der Tierversuche nur über die tierversuchsfreien Methoden geht. Und genau hier setzen wir an. Wir fordern von der Politik ein straffes Förderprogramm, das – beginnend mit der studentischen Ausbildung, über die Einrichtung von Professuren, Lehrstühlen, Excellenzinitiativen und weiteren Attraktionen – Deutschland zum Ideen- und Wissenspool für tierversuchsfreie Methoden aufrüstet. Erst mit diesem politischen Bekenntnis wird es gelingen, nicht nur mehr und besonders dringend benötigte Methoden zu entwickeln, sondern auch die schleppend verlaufenden Prüf- und Anerkennungsverfahren zeitlich drastisch zu verkürzen.

Politik formuliert den Ausstieg aus dem Tierversuch als Ziel

Insgesamt beginnt der jahrzehntelange Kampf gegen die Tierversuche langsam Früchte zu tragen. Während der Tierversuch noch in den 80er Jahren ein unantastbares Handwerkszeug von Wissenschaft und Industrie war, ist er mittlerweile negativ besetzt. Der Goldstandard Tierversuch bröckelt und Wissenschaftskreise diskutieren öffentlich seine Leistungsmängel. Dies ist mittlerweile auch bei der Politik angekommen. In der neuen EU-Tierversuchsrichtlinie (2010/63/EU) formulieren die EU-Mitgliedstaaten sehr präzise, dass das letztendliche Ziel ist, Verfahren mit lebenden Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken und zu Bildungszwecken vollständig zu ersetzen.* Mit dieser Formulierung wurde zum allerersten Mal in einer Gesetzesschrift der Ausstieg aus dem Tierversuch in dieser Eindeutigkeit formuliert. Jetzt kommt es darauf an, dass dieser Anspruch auch erfüllt wird.

Bahnbrechend: EU-weites Aus für Kosmetik-Tierversuche

altAm 11. März 2013 trat das EU-weite Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getestete Kosmetika und deren Inhaltsstoffe in Kraft. Ein weiterer bahnbrechender Erfolg, für den wir Tierversuchsgegner seit den 70er Jahren gekämpft haben.

Damit gibt es EU-weit keine Tierversuche mehr für Kosmetik. Kosmetische Produkte mit tierexperimentell geprüften Substanzen, die ausschließlich für Kosmetika bestimmt sind, dürfen nun nicht mehr verkauft werden. Das Verbot betrifft auch den Import von solchen Kosmetika, die außerhalb der EU im Tierversuch geprüft wurden.

Die große gemeinsame Kampagne „Nein zu Tierqual-Kosmetik“, die der Bundesverband zusammen mit seinem EU-Partner, der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), 2011 startete, hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Mit dem Verbot ist eine wichtige Etappe geschafft –  darüber dürfen wir uns freuen. Doch es geht weiter. Denn leider ist mit dem Verbot nicht jegliche in der EU erhältliche Kosmetik tierversuchsfrei. Denn das Verbot trifft nur für Substanzen zu, die ausschließlich in Kosmetikprodukten verwendet werden. Für Substanzen, die auch in anderen Bereichen wie z. B. der Industrie eingesetzt werden, gilt die Testung nach dem Chemikalienrecht, das Tierversuche zulässt. Trotzdem ist die Durchsetzung des Verbots ein wichtiger Erfolg für die Tiere, unter anderem, weil durch das Verbot nun Druck entsteht, die fehlenden tierversuchsfreien Methoden zügig zu entwickeln.

Keine Utopie: die bio-vegane Landwirtschaftalt

Dass auch die verheerenden Folgen der industrialisierten Landwirtschaft zunehmend kritisch gesehen und das Thema vegetarische und vegane Ernährung lebhaft diskutiert wird, bestätigt unseren Einsatz. Gerade im Bereich des veganen Lebensstils stellen wir eine Entwicklung fest, von deren Geschwindigkeit wir noch vor wenigen Jahren kaum zu träumen gewagt hätten. Gleichzeitig steht die tierquälerische Intensivtierhaltung heute mehr denn je in der Kritik und das nicht nur bei Tierschützern. Lebensmittelskandale sowie eine Flut von Neubauten von Mast- und Tierhaltungsanlagen sowie von Schlachthöfen veranlassen immer mehr Bürger, Kommunen und Landkreise zu Widerstand und haben die gesellschaftspolitische Diskussion über einen Paradigmenwechsel im Sinne einer tier- und umweltverträglichen Landwirtschaft verschärft. Unser Bundesverband verfolgt als Tierrechtsorganisation das Ziel einer tierlosen bio-veganen Landwirtschaft. Der Anteil einer boden- und umweltverträglichen tierlosen Landwirtschaft (Pflanzenproduktion) soll die zukunftsweisende Form der Landwirtschaft werden, hier müssen Anreize durch Fördermaßnahmen geschaffen werden.

Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene

altVertreter des Bundesverbandes arbeiten in allen wichtigen beratenden Gremien auf Bundes- und Landesebene mit. Dies sind beispielsweise die Bundestierschutzkommission, die Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET), die Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen (set), die Tierversuchskommissionen sowie die Tierschutzbeiräte der Bundesländer. Dies ermöglicht es uns, immer auf dem aktuellen Stand tierschutzpolitischer Entwicklungen zu sein und unsere Kompetenz im Sinne der Tiere einzubringen.

Blick nach vorn

Auch wenn die Große Koalition unsere Tierschutzforderungen zum Großteil nicht umsetzen wird – durch unsere hartnäckigen Aktivitäten bereiten wir langfristig den Boden für unsere Anliegen, wie das Ja, zur Tierschutz-Verbandsklage!, das Ja, zu einer alttierversuchsfreien Zukunft! und das Ja, zu einer tierlosen Landwirtschaft! Wir wissen natürlich, dass die Zeit noch nicht reif ist für die Umsetzung dieser radikalen Forderungen, doch die Erfahrung zeigt uns, dass unsere Ideen auf fruchtbaren Boden fallen. Aktuelle Beispiele sind: die Ankündigung, das NRW ein Centrum für tierversuchsfreie Verfahren (CERST-NRW) gründen will. Auch in Hessen sprechen sich CDU und Grüne für die Einführung einer Stiftungsprofessur für tierversuchsfreie Verfahren aus. 

Sie sehen, das Bohren dicker Bretter lohnt sich. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte wird alles Machbare tun, um den Tierschutz und die Tierrechte in diesem Land voranzubringen. Lassen Sie uns diese Chancen gemeinsam angehen. Denn unser aller Engagement ist Teil des beschwerlichen Weges hin zu einer Kultur der Tierrechte.

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*Wortlaut des Erwägungsgrundes 10 der EU-Tierversuchsrichtlinie (2010/63/EU)
"Obwohl es erstrebenswert ist, den Einsatz lebender Tiere inVerfahren möglichst durch andere Methoden zu ersetzen, bei denen keine lebenden Tiere verwendet werden, ist der Einsatz lebender Tiere weiterhin notwendig, um die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt zu schützen. Diese Richtlinie stellt jedoch einen wichtigen Schritt zur Erreichung des letztendlichen Ziels dar, Verfahren mit lebenden Tieren für wissenschaftliche Zwecke und Bildungszwecke vollständig zu ersetzen, sobald dies wissenschaftlich möglich ist. Zu diesemZweck zielt diese Richtlinie darauf ab, die Weiterentwicklung alternativer Ansätze zu erleichtern und zu fördern. DieseRichtlinie zielt auch darauf ab, für Tiere, die in Verfahren weiterhin verwendet werden müssen, ein möglichst hohesSchutzniveau zu gewährleisten. Diese Richtlinie sollte im Lichte der Fortschritte in der Wissenschaft und beim Tierschutz regelmäßig überprüft werden."

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