Online-Broschüre „Replacement des Jahres 2018“ (kostenloser Download)

Kategorie:

Beschreibung

0 Shares

Mit dieser Broschüre präsentieren wir die erste Ausgabe unserer Reihe „Replacement des Jahres“. Es beleuchtet die Anwendungspraxis eines tierversuchsfreien Verfahrens, welches in der Regel nicht einen gesamten Tierversuch ersetzt, sondern zur Untersuchung von Teilfragen
verwendet wird.

Behördlich vorgeschriebene Tests, aber auch Fragen aus der Grundlagenforschung oder der translationalen/angewandten Forschung werden heutzutage meist durch eine Kombination von tierversuchsfreien Methoden und Tierexperimenten durchgeführt. Die Verwendung von Tieren im Versuch erfolgt mit der Begründung, dass das Leistungsspektrum der vorhandenen tierversuchsfreien Verfahren eingeschränkt ist. Mit dem „Replacement des Jahres“ zeigen wir anhand von Fallbeispielen, dass das Leistungsspektrum der tierversuchsfreien Methode(n) kontinuierlich und so schnell wie möglich weiterentwickelt und die Methoden verpflichtend angewendet werden, so wie im Fall der tierversuchsfreien Methoden zur Feststellung herzschädigender Wirkungen von Arzneimitteln.

Die erste Ausgabe befasst sich mit dem Thema Herzgiftigkeit in der Arzneimittelforschung und -Entwicklung, in der Fachsprache Kardiotoxizität genannt. Die aktuell angewendeten Tests auf Herzgiftigkeit bestehen aus einer Kombination von Tierversuchen und tierversuchsfreien Verfahren. Die Tests gibt die Richtlinie S7B der International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use (ICH) vor. Jedoch gibt es inzwischen um Klassen bessere tierversuchsfreie Methoden, von denen die besten in eine neue, in den USA entwickelte Teststrategie, der Initiative Comprehensive In Vitro Proarrhythmia Assay (CiPA) der Food and Drug Administration, eingeflossen sind. Die Aufnahme dieser Teststrategie in die zuständige Prüfrichtlinie ist allerdings noch nicht erfolgt, obwohl das Verfahren schon Ende 2017 abgeschlossen sein sollte. Der Prozess stagniert aus unbekannten Gründen.

Derweil leiden und sterben Tiere in wissenschaftlich veralteten Tests weiter, die die Herzgiftigkeit der Arzneimittel gar nicht zuverlässig entdecken können. Unzuverlässige Herzgiftigkeitstests können dazu führen, dass gute Arzneimittel nicht auf den Markt kommen oder im anderen Falle wegen herzgiftiger Wirkungen wieder vom Markt genommen werden müssen, weil eine herzgiftige Wirkung zuvor nicht erkannt werden konnte. Mit unserem „Replacement des Jahres“ berichten wir über eine solche Entwicklung vor und stellen die entwickelten tierleidfreien Alternativen vor.

Hier können Sie sich die Broschüre als PDF herunterladen. Der wissenschaftlich-orientierte Text ist primär als Online-Veröffentlichung gedacht, er ist eher ungeeignet für eine Verteilung am Infostand.

0 Shares