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Newsletter Tierrechte: Tierschutz-Check zu den Wahlen in Berlin und MV 2026

Sonder-Newsletter Tierrechte vom 17.09.2026

Inhalt

  • Tierschutz-Check zur Wahl in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag
  • Termine & Petitionen

Liebe Leserinnen und Leser,

anlässlich der Abgeordnetenhauswahl in Berlin und der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September haben wir die Wahlprogramme der etablierten Parteien hinsichtlich ihrer Tierschutzpläne ausgewertet.

In Berlin haben wir unter anderem den karitativen Tierschutz in Tierheimen, die Tierschutz-Verbandsklage, das Amt der/des Tierschutzbeauftragten, Tierversuche, den Umgang mit Stadttauben sowie die Förderung einer pflanzlichen Ernährung ausgewertet. In Mecklenburg-Vorpommern lag unser Schwerpunkt auf der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Tiertransporten, Jagd und dem Ausbau der pflanzlichen Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet. Die Positionen der Parteien werden mithilfe einer Ampel-Kennzeichnung farblich hervorgehoben.

Verbandsklage unverzichtbar
Ein wichtiger Prüfstein für eine ambitionierte Tierschutzpolitik im Stadtsaat Berlin ist die Haltung zur Tierschutz-Verbandsklage. Sie ermöglicht anerkannten Tierschutzorganisationen, rechtlich für die Interessen der Tiere einzutreten und einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und Tierschutz zu schaffen.

In Berlin lehnen CDU und AfD das Klagerecht ab. SPD und FDP erwähnen es in ihren Wahlprogrammen nicht. Das BSW kritisiert, dass das Verbandsklagerecht politisch zur Disposition steht. Die Grünen planen, das Verbandsklagerecht zu stärken. Die Linke will es weiterentwickeln.

Tierhaltung verbessern
In Mecklenburg-Vorpommern zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Plänen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Linke und Grüne sprechen sich als einzige der untersuchten Parteien für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage aus. Sie lehnen Massentierhaltung ab, setzen auf eine flächengebundene Tierhaltung und wollen Betriebe unterstützen, die ihre Tiere besser und ökologisch halten. Auch die SPD bekennt sich zu einer flächengebundenen und artgerechten Nutztierhaltung. Das BSW fordert einen „Masterplan Tierhaltung MV“ mit fachlich begründeten Leitlinien und einer Orientierung am Tierbestand von einer Großvieheinheit je Hektar.

Pflanzliche Ernährung stärken
AfD, CDU, FDP und BSW erwähnen den Ausbau einer stärker pflanzenbasierten Ernährung nicht. Die Grünen setzen sich unter anderem auf Aufklärung und alternative Angebote in öffentlichen Einrichtungen für eine pflanzliche Ernährung. Die Linke befürwortet  Anbau und Verarbeitung heimischer Proteinpflanzen sowie Partnerschaften mit regionalen Erzeugern. Die SPD will die Verpflegung in Kitas, Schulen und Kantinen gesünder, regionaler und ökologischer ausrichten.

Bei allen Angaben handelt es sich nicht um eine Wahlempfehlung. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V. ist politisch neutral.

Hier lesen Sie die ausführliche Analyse zur Wahl in Berlin.
Hier lesen Sie die ausführliche Analyse zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.


Termine & Petitionen


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Spendenkonto: Sparkasse Aachen
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Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
www.tierrechte.de
www.transfarmation-deutschland.de
www.invitrojobs.de
www.stadttauben.de

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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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