Newsletter Tierrechte vom 05.08.2026
Inhalt
- Tierhaltung: Keine Reduktionsziele trotz Klimarisiken
- TransFARMation: Vernetzung Proteinwende
- Petition Tierversuchsgesetz: Wir sind schon bei 75 Prozent!
- Postkartenaktion „Gemeinsam für Rinder ohne Ketten“
- Termine
Liebe Leserinnen und Leser,
auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zum Zusammenhang zwischen Klimawandel, Ernährungssicherheit und pflanzenbasierter Ernährung vom 18. Juni 2026 hat die Bundesregierung geantwortet und stellt lapidar fest: Sie sieht kein Risiko für die Ernährungssicherheit. Eine solche, alle wissenschaftlichen Fakten ignorierende Antwort macht deutlich, dass die Regierung stur an deren Förderung der Tierindustrie festhält. Die Frage nach Maßnahmen und Zielen zur Reduktion der Tierhaltung bleibt unbeantwortet. Stattdessen verweist die Regierung darauf, sich „für eine zukunftsfähige landwirtschaftliche Tierhaltung“ einzusetzen. Dabei zeigt eine neue internationale Studie, dass die Umstellung auf eine gesündere, nachhaltigere und stärker pflanzenbasierte Ernährung maßgeblich dazu beiträgt, unser Ernährungssystem zukünftig innerhalb der planetaren Grenzen zu halten. Genau hier setzt unserer Projekt TransFARMation an: Es begleitet Landwirt:innen beim Umstieg auf eine pflanzenbasierte Produktion ohne Tierhaltung.
TransFARMation: Vernetzungstreffen Proteinwende
Für das Gelingen einer Neuausrichtung für ratsuchende Höfe bauen wir ein großes Netzwerk an Expert:innen für die verschiedenen Kulturen oder Geschäftsfelder auf. Deshalb nimmt unser Team an vielen relevanten Veranstaltungen teil. So waren letzte Woche Kolleginnen von TransFARMation Deutschland in Rethem (Aller) in Niedersachsen beim Vernetzungstreffen des Projekts ProRegio zum Thema Anbau & Vermarktung von Chia-Samen. Zusammen mit dem Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V. und Faba Konzepte sprachen wir auf dem Podium über die dringend notwendige Proteinwende. Von Chia-Expert:innen erfuhren wir viel über Eigenschaften, Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Chia und tauschten uns mit den Teilnehmenden darüber aus.
Petition Tierversuchsgesetz: Wir sind schon bei 75 Prozent!
Seit dem Start der Petition gegen das geplante Tierversuchsgesetz vor wenigen Tagen haben bereits 23.000 Menschen mitgezeichnet. Ein herzliches Dankeschön an alle! Doch wir sind noch nicht am Ziel! Bis zum 31.08.2026 brauchen wir mindestens 30.000 Mitzeichnungen, damit sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Thematik befassen muss. Wir können das schaffen! Jede einzelne Mitzeichnung bringt uns diesem wichtigen Schritt näher. Falls Sie noch nicht mitgezeichnet haben, können Sie das hier tun: https://epetitionen.bundestag.de/…/Petition_194593.html
Die Mitzeichnung dauert nur wenige Minuten, leistet aber einen wichtigen Beitrag, dass dieses Thema die politische Aufmerksamkeit erhält, die es verdient.
Falls Sie selbst Unterschriften sammeln möchten, können Sie diese Unterschriftenliste hier herunterladen. Diese muss bis spätestens 29.08.2026 an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages gesendet werden. Die entsprechende Adresse finden Sie auf der Unterschriftenliste.
Bitte helfen Sie uns, diese wichtige Petition zu verbreiten! Vielen Dank!
Postkartenaktion „Gemeinsam für Rinder ohne Ketten“
Noch immer leiden über eine Million Rinder allein in Deutschland in der Anbindehaltung. Dabei werden die Tiere teils das ganze Jahr, teils 6 bis 9 Monate an einer Stelle fixiert. In dieser Position können sich die Rinder kaum bewegen. Die Tiere sich nicht einmal um die eigene Achse drehen. Dadurch sind sie in ihrer Körperpflege und dem Sozialkontakt zu ihren Artgenossen extrem eingeschränkt. Als Mitglied des Bündnisses „Gemeinsam für Rinder ohne Ketten“ bitten wir Sie um Beteiligung an einer Postkartenaktion, die an die Bundeslandwirtschaftsministerien gerichtet ist. Appellieren Sie an Ihren jeweiligen Bundeslandwirtschaftsminister: „Zögern Sie nicht länger und beenden Sie diese rückständige Qualhaltungsform!“ Die Postkartenaktion nebst Anleitung finden Sie hier. Das Verschicken funktioniert in wenigen Schritten! Vielen Dank.
Termine & Petitionen
- Bitte unterschreiben: EU-Initiative Schutz von Straßenhunden, Katzen und Tierheimtieren in EU/Drittstaaten
- 23.-25. Oktober 2026: Tierrechrechtskongress in Zürich, Veranstalter Tier im Fokus
- 14. November 2026: Save the Date: 2. Mannheimer Tagung Tierschutzrecht
So unterstützen Sie die Arbeit von Menschen für Tierrechte:
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Sie können auch via PayPal spenden
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig
Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
www.tierrechte.de
www.transfarmation-deutschland.de
www.invitrojobs.de
www.stadttauben.de
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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.



