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Agrar- und Ernährungswende Allgemein

05.06.2026: Mehr Tier- und Umweltschutz: Dänemark zeigt, was möglich ist

Die neue dänische Regierung geht mit gutem Beispiel voran: Sie plant eine umfassende Neuausrichtung im Bereich Tier- und Umweltschutz. Teil davon ist der Umbau der Schweinehaltung. Diese soll weniger auf Export ausgerichtet und dafür umwelt- und tierschonender gestaltet werden. Das Schwanzkupieren soll bis 2030 verboten, der Verbrauch von Antibiotika reduziert und der Bau neuer Schweineställe vorerst gestoppt werden. Besonders bemerkenswert: Dänemark plant eine CO2-Steuer in der Tierhaltung einzuführen und die Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse zu streichen.

Neues Ministerium für Tierschutz
Das bisherige Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei wird aufgelöst, stattdessen wird ein neues Ministerium für Natur und Tierschutz eingeführt. Die Aufsicht über das Tierschutzgesetz hat zukünftig das Justizministerium, für die Fischerei wird zukünftig das Umweltministerium zuständig sein. Außerdem will Dänemark bestimmte Pflanzenschutzmittel verbieten und den Grenzwert für Nitrat senken. Davon stark betroffene Höfe sollen entschädigt werden. Darüber hinaus plant unser Nachbarland 390.000 Hektar Fläche zu renaturieren oder sie in Wald oder Feuchtgebiete umzuwandeln. Erklärtes Ziel der Regierung ist es, 30 Prozent der Landesfläche als geschützte Natur auszuweisen, 10 Prozent sollen streng geschützt werden.

Zeichen stehen auf Wandel
Die Zeichen stehen auf Wandel – doch er gelingt nur mit politischem Willen und einer starken Zivilgesellschaft. Unser Nachbarland zeigen was möglich – und nötig ist. Deutschland muss sich hier ein Beispiel nehmen. Was den Schutz von Umwelt, Tieren und Klima wirklich voranbringt, ist eine konsequente Wende in der landwirtschaftlichen Praxis und unseren Ernährungsgewohnheiten. Hier setzt das Projekt TransFARMation von Menschen für Tierrechte an: Wir begleiten Tierhalter:innen dabei, den Umstieg in eine tierfreie, pflanzenbasierte und klimaschonende Produktion zu schaffen. Gemeinsam können wir Landwirtschaft und Ernährung neu denken – für die Tiere, das Klima und uns alle.