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Newsletter Tierrechte: Fortschritt bei Tierversuchen: EU veröffentlicht Ausstiegs-Plan

Newsletter Tierrechte vom 03.06.2026

Inhalt

  • Fortschritt: EU veröffentlicht schrittweisen Ausstiegs-Plan aus Tierversuchen
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Die EU-Kommission hat am Montag einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen bei der Bewertung der Chemikaliensicherheit vorgelegt. Diese „Roadmap“ besteht aus drei Säulen und sieht 22 Maßnahmen vor, um Versuche an Tieren für die Chemikaliensicherheitsbewertung in 15 Bereichen schrittweise zu ersetzen. Dazu gehören Substanzen für industrielle und Verbraucherzwecke, Pestizide und Biozide, Arzneimittel sowie Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe. Wir begrüßen die geplanten Maßnahmen sehr, denn der Plan hat das Potenzial, künftig Millionen von Tierleben zu retten. Entscheidend ist jedoch, dass die fehlenden tierfreien Methoden jetzt gezielt gefördert werden und dass auch die Nutzung von Tieren, beispielsweise zur Organentnahme, beendet wird.

Erfolgreiche EU-Bürgerinitiative
Die Veröffentlichung der Roadmap zeigt uns, dass sich das große Engagement im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty-Free Cosmetics – Für ein Europa ohne Tierversuche“ gelohnt hat. Im Jahr 2023 hatten über 1,2 Millionen EU-Bürger:innen die Kommission aufgefordert, den Übergang zu einer tierversuchsfreien Wissenschaft einzuleiten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sie liebe Leserinnen und Leser für Ihre Beteiligung und Ihre Unterstützung unserer Arbeit!

Bei aller Freude müssen wir aber auch darauf hinweisen, dass es sich bislang noch um eine 3R-Strategie handelt: Es geht also nicht nur um den kompletten Ersatz, sondern auch um das Verringern und Verbessern von Tierversuchen. Es fehlen noch immer anerkannte tierfreie Methoden, beispielsweise bei der Reproduktionstoxikologie. In diesem Bereich werden noch immer unzählige Tiere über mehrere Generationen in Tierversuchen eingesetzt. Damit der Plan der EU sein Ziel erreicht, ist jetzt entscheidend, dass eine zielgerichtete Finanzierung für die noch fehlenden Methoden bereitgestellt wird. Außerdem fordern wir, dass mit dem Ausstieg aus dem Tierversuch auch das Ende der Nutzung von Tieren in diesem Bereich verbunden ist. Die Zukunft liegt im Einsatz von humanspezifischem Material. Dieses rettet nicht nur Millionen von Tierleben, es schließt auch das Risiko von Artunterschieden aus.

In unserer Pressemeldung erfahren Sie mehr zum neuen Fahrplan der EU.


Tipps & Termine


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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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