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Kommentar: Diese Regierung kann Tierschutz nur, wenn er nichts kostet und keiner Lobby wehtut!

In einem Interview mit AGRA Europe setzt die Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher (CDU) auf den Dialog mit Tierhaltern und Tierschutzorganisationen am runden Tisch. Eine Novellierung des Tierschutzgesetzes hält sie für notwendig, setzt dabei aber auf kleine Schritte.

Dies kommentiert Christina Ledermann, Vorsitzende von Menschen für Tierrechte e.V.:

„Es scheint, als könnte diese Regierung Tierschutz nur, wenn er nichts kostet und keiner Lobby wehtut. Videoüberwachung auf Schlachthöfen – auf jeden Fall. Doch warum sind 94 Prozent aller Schlachtbetriebe von der Videoüberwachung ausgenommen? Tierhaltungskennzeichnung – ja, bitte! Allerdings wird eine wertfreie Kennzeichnung nicht zum Umbau der Tierhaltung führen. Die Verantwortung für diese Herkulesaufgabe darf die Bundesregierung nicht auf die Verbraucher abschieben. Sie steht in der Pflicht, endlich tierquälerische Praktiken und Haltungssysteme zu verbieten und ein verlässliches Förderkonzept für den Stallumbau vorzulegen. Die Missstände sind lange bekannt. Die Lösungen liegen auf dem Tisch. Dafür brauchen wir keine weiteren langen Verhandlungen an Runden Tischen! Was die Tiere brauchen, ist entschlossenes Handeln!“