Newsletter Tierrechte vom 23.04.2026
Inhalt
- Tierversuche: Aktuelle Aufnahmen dokumentieren dramatisches Tierleid in Giftigkeitsprüfungen
- Petition zum Schutz der Stadttauben in Zürich
- Termine
Liebe Leserinnen und Leser,
verzweifelte Affen, die sich gegen Atemmasken wehren, Kaninchen in engen Plastikröhren, schreiende Mini-Schweine mit offenen Wunden am Rücken – die 2025 heimlich in britischen Laboren gemachten Aufnahmen dokumentieren, dass Tiere bei sogenannten Giftigkeitsprüfungen erheblichen Belastungen ausgesetzt sind. Wir nehmen deshalb den Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April zum Anlass, eindringlich vor gefährlichen Rückschritten in Deutschland zu warnen. Wir fordern endlich eine Förderoffensive in tierversuchsfreie Verfahren. Wir haben uns überlegt, ob wir Ihnen diese Bilder zumuten wollen, denn sie sind schwer zu ertragen. Sie zeigen allerdings eine Realität, wie sie in vielen Laboren – auch in Deutschland – alltäglich ist: Tiere werden über lange Zeiträume schweren Belastungen ausgesetzt, obwohl moderne, tierversuchsfreie Methoden meist präzisere Ergebnisse liefern.
Während die USA gerade eine Förderoffensive von über 150 Millionen Dollar für die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren gestartet haben, droht Deutschland den Anschluss zu verlieren. Wissenschaftler:innen der Johns Hopkins University erhalten zusätzlich 15 Millionen Dollar für die Entwicklung einer Plattform zur Erforschung neurologischer Erkrankungen und zur Prüfung von Chemikalien unter Verwendung neuer tierfreier Ansätze.
Wir meinen, Deutschland sollte sich diese fortschrittlichen Initiativen zum Vorbild nehmen. Um die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen, braucht es gezielte Investitionen. Im Sinne der Tiere und auch, um den Forschungsstandort Deutschland zu stärken. Lesen Sie hier unsere Pressemeldung.
Wir unterstützen daher die Kampagne https://toxicity.inc/de und bitten Sie, diese zu unterzeichnen. Senden Sie eine Nachricht an EU-Kommissarin Jessika Roswall, um einen ambitionierten, umfassenden und vollständig umsetzbaren Fahrplan zur Abschaffung von Tierversuchen einzufordern.
⚠️ Wir warnen vor den eindrücklicheren Videoaufnahmen. Sie erscheinen nicht beim normalen Anklicken der Seite.
Die Aufnahmen aus dem Labor in Großbritannien wurden den Tierschutzorganisationen Animals International und Animal Aid zugespielt.
Animal Aid-Webseite mit Foto- und Filmmaterial
UK Lab Testing (Daily Mail 18.04.2026)
Petition zum Schutz der Stadttauben in Zürich
Diese Petition richtet sich an die Züricher Stadtregierung und plädiert für ein Ende der Tötungsmaßnahmen und für den Schutz der Stadttauben in Zürich. Unterzeichnen Sie mit.
Link zur Petitionsseite.
Tipps & Termine
- 29. April: Webinar Series: Animals, Ethics, and Justice – Animal Justice in an Era of Ecological Collapse and Authoritarianism
- 23.-24. Mai: Tierrechtskongress Leipzig 2026
- 29. bis 31. Mai: Tierschutztagung in Hofgeismar: Sind wir noch zu retten? Die Krise des Mensch-Natur-Verhältnisses
- 6. bis 9. August: Animal Liberation Gathering in Appelscha (NL)
- Das Kuh-Experiment: Reportage in der ARD Mediathek
So unterstützen Sie die Arbeit von Menschen für Tierrechte:
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Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
www.tierrechte.de
www.transfarmation-deutschland.de
www.invitrojobs.de
www.stadttauben.de
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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.



