Aktuelle Aufnahmen aus Tierversuchslaboren zeigen das dramatische Tierleid in Giftigkeitsprüfungen. Anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April warnt Menschen für Tierrechte vor gefährlichen Rückschritten in Deutschland und fordert stattdessen eine Förderoffensive in tierversuchsfreie Verfahren.
Schreiende Affen, die sich gegen Atemmasken wehren, Kaninchen in engen Plastikröhren, Mini-Schweine mit offenen Wunden am Rücken – die 2025 heimlich in britischen Laboren gemachten Aufnahmen zeigen verstörendes Tierleid. „Die Bilder sind schwer zu ertragen, aber sie zeigen die Realität, wie sie in vielen Laboren – auch in Deutschland – alltäglich ist: Tiere werden über lange Zeiträume schweren Belastungen ausgesetzt, obwohl moderne, tierversuchsfreie Methoden meist präzisere Ergebnisse liefern“, erklärt Christina Ledermann, Vorsitzende von Menschen für Tierrechte e.V.
Vorbild USA: Förderoffensive für tierversuchsfreie Forschung
Während die USA gerade eine massive Förderoffensive für tierversuchsfreie Verfahren gestartet haben, um Tierversuche zu reduzieren, droht Deutschland den Anschluss zu verlieren. Im März hatten die USA bekanntgegeben, über 150 Millionen Dollar für die Entwicklung und Skalierung tierfreier Forschungsmethoden bereit zu stellen. Diese sollen die menschliche Biologie besser simulieren und die Abhängigkeit von Tiermodellen verringern. Wissenschaftler:innen der Johns Hopkins University erhalten zusätzlich 15 Millionen Dollar für die Entwicklung einer Plattform zur Erforschung neurologischer Erkrankungen und zur Prüfung von Chemikalien unter Verwendung neuer tierfreier Ansätze.
Forderung: Fort- statt Rückschritte
Deutschland sollte sich diese fortschrittlichen Initiativen zum Vorbild nehmen. Um die tierversuchsfreie Forschung voranzubringen, braucht es gezielte Investitionen. Nicht nur im Sinne der Tiere, sondern auch, um den Forschungsstandort Deutschland zu stärken. „Doch leider passiert gerade das Gegenteil: Die Bundesregierung ignoriert die unter der Ampelkoalition erarbeitete Reduktionsstrategie für Tierversuche. Außerdem arbeitet das Bundesforschungsministerium gerade hinter den Kulissen an einem eigenständigen Gesetz für „wissenschaftliche Tierversuche“. Dessen Hauptziel ist es, die sogenannten Versuchstiere aus dem Tierschutzgesetz herauszulösen. Wohin das führt, sehen wir in Österreich: „Das dortige Tierversuchsgesetz legitimiert Tötungen ohne vernünftigen Grund, schlechtere Haltungsbedingungen und schränkt die Einspruchsmöglichkeiten für den Tierschutz ein“, warnt Christina Ledermann.
Menschen für Tierrechte befürchtet, dass mit diesem Gesetz der Individualtierschutz sogenannter Versuchstiere im Namen einer „Entbürokratisierung“ abgeschwächt werden soll. Das wäre nicht nur eklatant unzeitgemäß, sondern verstößt nach Ansicht des Verbandes auch gegen geltendes Verfassungsrecht.
Hinweis: Die Aufnahmen unter: https://toxicity.inc/de sind extrem belastend und zeigen das reale Leid der Tiere. Sie wurden den Tierschutzorganisationen Animals International und Animal Aid zugespielt.
Weitere Informationen:
Animal Aid-Webseite mit Foto- und Filmmaterial
UK Lab Testing (Daily Mail 18.04.2026)
Bildmaterial von Animals International und Animal Aid













Pressestelle Menschen für Tierrechte
Christina Ledermann
Mobil: 0179/450 46 80
E-Mail: ledermann@tierrechte.de
Impressum:
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
Fax 02252 – 830 12 11
E-Mail: info@tierrechte.de
Unsere Projektseiten
www.transfarmation-Deutschland.de
www.invitrojobs.de
www.stadttauben.de
Tagesaktuelle Infos finden Sie auf Facebook, Instagramm, X und Linkedin
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Sie können auch via PayPal spenden
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig


Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Unserem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Unsere Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgen wir einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlichen wir das „Versuchstier des Jahres“, betreiben die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Außerdem unterstützen wir das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und geben 2 x im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
