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Newsletter Tierrechte: Neuer Aktionsplan für tierversuchsfreie Entwicklung / Nachtfahrverbot Mähroboter

Newsletter Tierrechte vom 16.04.2026

Inhalt

  • Parkinson: tierversuchsfrei zu wirksamen Therapien
  • Wegweisend: Neuer Aktionsplan für tierversuchsfreie Entwicklung
  • Igelschutz: Zwölf Organisationen fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter
  • Petition: Überarbeitung EU-Tiertransportverordnung notwendig
  • Medientipp: Anhörung Bundestag zum Tierschutzgesetz
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

die Parkinson-Erkrankung (Schüttellähmung) ist eine neurologische Erkrankung, an der allein in Deutschland bis zu 280.000 Menschen leiden. Behandlungsgoldstandard ist noch immer Levodopa, ein Arzneimittel aus den 1970er Jahren. Doch die Behandlung lindert lediglich die Symptome. Trotz intensiver überwiegend tierexperimenteller Forschung wurden in den letzten Jahrzehnten keine wesentlichen Verbesserungen der Therapie erreicht. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags am 11. April verweisen wir deswegen auf die Notwendigkeit, neue tierfreie Verfahren – wie beispielsweise auf Patientenzellen basierende Modelle – zu nutzen, um geeignete Therapien zu finden. Ein Wissenschaftsteam hat in einem In-vitro-Modell aus Patientenzellen einen neuen, vielversprechenden Ansatz zur Erforschung einer Behandlung der Parkinson-Erkrankung gefunden. Hier erfahren Sie mehr.


Wegweisend: Neuer Aktionsplan für tierversuchsfreie Entwicklung
Tierschutzorganisationen und Pharmaunternehmen haben gemeinsam einen Ausstiegsplan für die tierversuchsfreie Entwicklung von Medikamenten entwickelt. Der Plan zeigt konkrete Maßnahmen, mit denen Unternehmen den Übergang zu einer tierversuchsfreien Arzneimittelentwicklung beschleunigen können. Der Aktionsplan identifiziert beispielsweise Hemmnisse und Barrieren, fördert den Aufbau von Kooperationen und Netzwerken und erhöht den Austausch und die Zugänglichkeit von neuen Technologien.
Hier können Sie sich den Aktionsplan als PDF herunterladen. Weitere Infos finden Sie auf unserer Webseite.


Igelschutz: Zwölf Organisationen fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter
Mähroboter stellen für Igel, aber auch für Reptilien und Amphibien, eine erhebliche Gefahr dar. Gerade in den Abend- und Nachtstunden sind Igel auf Nahrungssuche unterwegs. Die Geräte erkennen die Tiere nur unzureichend und verletzen sie zum Teil schwer. Viele sterben an den Verletzungen. Zwölf Tier-, Natur- und Artenschutzorganisationen, darunter Menschen für Tierrechte, haben sich deshalb mit einem Offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer gewandt: Wir fordern ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter. Dies hatte kürzlich auch der Deutsche Städtetag gefordert. Dieses Verbot ist eine einfache und wirksame Maßnahme, um das Risiko deutlich zu reduzieren. Hier können Sie die den Offenen Brief downloaden.


Petition: Überarbeitung EU-Tiertransportverordnung notwendig
Tiertransporte bedeuten für Millionen Tiere Stress, Leid und enorme Belastung. Dass diese beendet werden müssen, steht außer Frage. Doch bis es soweit ist, müssen die Standards dringend erhöht werden. Die EU überarbeitet aktuell endlich ihre 20 Jahre alte Tiertransportverordnung. Unter den zahlreichen Änderungsanträgen befinden sich jedoch auch Vorschläge, die den Schutz der Tiere beim Transport sogar verschlechtern würden. Mit nur wenigen Klicks können Sie bei dieser wichtigen Petition aktiv werden: Wählen Sie verschiedene Parteien aus und kontaktieren Sie 81 deutsche EU-Abgeordnete sowie weitere aus anderen EU-Staaten. Die E-Mail ist bereits vorgeschrieben und muss lediglich abgesendet werden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Medientipp: Anhörung Bundestag zum Tierschutzgesetz
Am 13. April fand eine öffentliche Anhörung zu dem Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Ein Tierschutzgesetz, das Tiere wirksam schützt“ statt. Die Anhörung ist in der Bundestagsmediathek verfügbar. Wir empfehlen Ihnen, sich diesen ausgesprochen informativen Austausch anzuschauen. Als Sachverständige waren u.a. geladen der bekannte Hundetrainer und Buchautor Martin Rütter, der Deutsche Tierschutzbund, der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. und der Bundesverband Rind und Schwein e. V.. Entsprechend kontrovers wurden die verschiedenen Themen und Forderungen für ein besseres Tierschutzgesetz diskutiert. So begrüßte der Einzelsachverständige Rüdiger Jürgensen von der Organisation „Vier Pfoten“ die im Antrag geforderte Abschaffung der Anbindehaltung sowie das Ansinnen, die geplante Videoüberwachung von „großen“ Schlachthöfen auf alle Betriebe, „unabhängig von der Größe“, auszudehnen. Nora Hammer vom Bundesverband Rind und Schwein kritisierte hingegen, der Antrag vermittle den Eindruck, als stünden wirtschaftliche Interessen „grundsätzlich im Widerspruch zum Tierschutz“. Martin Rütter forderte die Einführung eines Sachkundenachweises vor der Haltung eines Hundes.


Tipps & Termine


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Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
www.tierrechte.de
www.transfarmation-deutschland.de
www.invitrojobs.de
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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

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