Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) will den Anbau von Leguminosen in Deutschland mit neuen Fördermaßnahmen stärken. Menschen für Tierrechte begrüßt diesen Schritt als wichtigen Impuls für eine zukunftsfähige, pflanzenbasierte Landwirtschaft. Mit dem Projekt TransFARMation unterstützt Menschen für Tierrechte bereits heute Landwirt:innen bei der Umstellung auf eine pflanzenbasierte Produktion. Eine pflanzenbasierte Landwirtschaft ist kein Feind der Landwirtschaft, sondern eine Chance. Sie schafft neue Märkte und sichert Einkommen – ganz ohne Tierleid.
Deutschland importiert jährlich Millionen Tonnen Erbsen, Bohnen und Soja – dabei könnten diese Eiweißpflanzen auch hierzulande regional und kostengünstig angebaut werden. Mit der Eiweißpflanzenstrategie fördert das BMLEH seit 2012 den Anbau und die Verwertung von Leguminosen als heimisch erzeugte pflanzliche Proteine. Die zugehörige Geschäftsstelle bei der BLE wurde seit 2024 zum „Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft“ weiterentwickelt. Mit einer neuen Förderung sollen die Rahmenbedingungen für den Anbau von Leguminosen in Deutschland nun weiter verbessert werden. (1)
Leguminosen bieten große Chancen für Landwirte
Leguminosen wie Lupinen, Linsen, Ackerbohnen, Soja oder Kichererbsen sind nicht nur ein wichtiger Baustein für die Lebensmittelversorgung, sondern auch eine Chance für Landwirt:innen, sich von der schädlichen Fleischproduktion zu lösen. Die industrielle Tierhaltung ist für 84 Prozent der Treibhausgase in der EU-Landwirtschaft verantwortlich – und verursacht millionenfaches Tierleid, Flächenverbrauch und Biodiversitätsverlust. Es ist Zeit, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkennt und die Planetary Health Diet als Lösung für eine wachsende Weltbevölkerung innerhalb der ökologischen Grenzen fördert. Leguminosen sind eiweißreich und eignen sich hervorragend für die menschliche Ernährung. Ihr Anbau fördert die Biodiversität, schont Ressourcen und reduziert Treibhausgasemissionen.
EU-Kommission und EU Länder erarbeiten pflanzliche Eiweißstrategie
Auch die EU-Kommission und Länder wie Frankreich, Dänemark und die Niederlande arbeiten an einer Eiweißstrategie. „Es braucht jetzt eine politische Strategie mit klaren Zielen: messbare Zielmarken, Steuergleichheit und ein attraktives Angebot pflanzlicher Proteine für alle Verbraucher:innen“, fordert Menschen für Tierrechte. Die Politik muss nachziehen. Pflanzliche Proteine sind gefragt. Jetzt gilt es, ein gutes, bezahlbares Angebot sicherzustellen und die Weichen für eine klimafreundliche, tierleidfreie Zukunft zu stellen.
(1) https://www.bmleh.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/022-resiliente-eiweissversorgung.html
