Newsletter Tierrechte vom 05.02.2026
Inhalt
- Alarmierend – Bund plant eigenes Tierversuchsgesetz
- 236.520 Stimmen für besseren Tierschutz in Europa!
- Umfrage Tiertransporte: EU-Bürger:innen fordern mehr Tierschutz
- Vorbildlich: Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch
- Stellenangebot: TransFARMation sucht Mitarbeiter (m/w/d, remote)
für eine zukunftsfähige Landwirtschaft
Liebe Leserinnen und Leser,
aufgrund massiven Drucks der Tierversuchsbefürworter plant die Bundesregierung ein eigenständiges Tierversuchsgesetz. Sogenannte Versuchstiere sollen aus dem Tierschutzgesetz herausgelöst werden. Sie könnten künftig leichter getötet werden, sogar ohne „vernünftigen Grund“. Dabei ist der Ist-Zustand schon kaum zu ertragen: Über 1,3 Millionen Tiere leiden jedes Jahr in Laboren, weitere 627.000 werden zur Organentnahme getötet. Dazu kommen nochmals 1,1 Millionen Tiere, die getötet werden, ohne je „zum Einsatz“ gekommen zu sein. Menschen für Tierrechte und fünf weitere Tierschutzorganisationen sowie die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht (DJGT) haben die Bundesregierung schriftlich aufgefordert*, von einem eigenständigen Gesetz für „wissenschaftliche Tierversuche“ abzusehen und einen Paradigmenwechsel hin zu einer innovativen, tierfreien Forschung einzuleiten – unter Beteiligung aller Akteure der Wissenschaft.
In Kürze wird dazu eine Bundestags-Petition veröffentlicht, die das Ziel hat, dieses Gesetz zu verhindern. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung! Deshalb jetzt schon unsere Bitte: Leiten Sie die Petition nach Veröffentlichung an Freunde, Verwandte und Bekannte weiter. Herzlichen Dank!
Die Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.
*Hier können Sie die (jeweils gleichlautenden) Briefe
an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
an das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und an das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) einsehen.
236.520 Stimmen für besseren Tierschutz in Europa!
Sie erinnern sich? Von September bis Dezember 2025 machten wir über unsere Kanäle auf die öffentliche Konsultation zu den EU-Tierschutzvorschriften aufmerksam. Alle Bürger:innen konnten ihre Meinung zur geplanten Modernisierung der europäischen Tierschutzvorschriften abgeben. Ziel der Konsultation war herauszufinden, ob die bestehenden Gesetze noch zeitgemäß sind und was verbessert werden muss, damit Tiere in der Landwirtschaft besser geschützt werden. Nun ist das Ergebnis da. 236.520 Menschen haben sich beteiligt und klare Erwartungen an die EU Kommission formuliert. Davon kamen alleine fast 150.000 aus Deutschland. Vielen Dank für Ihren Einsatz. Jetzt ist die Politik am Zug. Lassen Sie uns auch in Zukunft laut für die Tiere bleiben. Nur gemeinsam können wir echte Veränderungen in Europa erreichen.
Umfrage Tiertransporte: EU-Bürger:innen fordern mehr Tierschutz
Eine kürzlich in neun EU-Mitgliedstaaten durchgeführte Umfrage belegt, dass eine Mehrheit der EU-Bürger:innen tierquälerische Tiertransporte ablehnt und strengere Regelungen fordert. Die Umfrage erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das EU-Parlament die EU-Tiertransportverordnung prüft. Menschen für Tierrechte fordert die EU auf, die grausamen Transporte endlich zu verbieten. Die Missstände sind bekannt und vielfach dokumentiert, und doch werden jedes Jahr über 40 Millionen Tiere innerhalb der EU-Länder und in Drittstaaten wie Algerien, Marokko, Ägypten oder Syrien transportiert. Die Tiere leiden auf Transportern und auf Schiffen tage- bis wochenlang unter Hitze oder Kälte, Durst, Hunger, Verletzungen, Stress und Angst. Am Zielort werden sie meist ohne Betäubung geschlachtet. Hier lesen Sie mehr.
Vorbildlich: Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch
Amsterdam geht einen vorbildlichen Weg: Ab dem Sommer wird Werbung für Fleischprodukte sowie für Angebote auf Basis fossiler Energien im öffentlichen Raum verboten. Plakate oder Anzeigen für Burger, Kreuzfahrten, Dieselautos oder Flugreisen dürfen künftig weder an Straßen noch an Haltestellen oder auf Plätzen erscheinen. In den Niederlanden haben bereits eine Reihe von Städten ähnliche Verbote beschlossen, so war Haarlem 2024 weltweit die erste Stadt, die Werbung für Fleisch untersagte. Eine Entscheidung, die sich auch deutsche Städte zum Vorbild nehmen sollten. Wir hoffen, dass viele diesem Beispiel folgen.
Stellenangebot: TransFARMation sucht Mitarbeiter (m/w/d, remote)
für eine zukunftsfähige Landwirtschaft!
Willst du aktiv dazu beitragen, eine nachhaltige, ökologische und tierfreundliche Landwirtschaft voranzubringen? Du kannst mit Landwirt:innen kompetent, freundlich und auf Augenhöhe kommunizieren? Dann suchen wir DICH!
Das Projekt TransFARMation Deutschland unterstützt Landwirt:innen beim Umstieg auf eine pflanzenbasierte Landwirtschaft und zeigt ihnen praktische Alternativen auf, wie sie auch ohne die Haltung sogenannter „Nutztiere“ erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können.
Dein Profil:
Abschluss als Landwirt/in oder in Agrarwirtschaft, Agrarmanagement, Agrarwissenschaften, Gartenbau oder im Bereich nachhaltige Ernährungssysteme und/oder einschlägige Berufserfahrung in der Landwirtschaft.
Alle weiteren Informationen findest Du hier.
So unterstützen Sie die Arbeit von Menschen für Tierrechte:
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Sie können auch via PayPal spenden
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig
Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
www.tierrechte.de
www.transfarmation-deutschland.de
www.invitrojobs.de
www.stadttauben.de
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Menschen für Tierrechte e.V. setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.



