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Grüne Woche 2026: Pflanzenbasierte Landwirtschaft ist zukunftsfähig und wirtschaftlich

Vor dem Start der weltgrößten Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ am 16. Januar in Berlin wird der Ruf nach einem grundlegenden Wandel des Agrar- und Ernährungssystems lauter. Die Gründe sind bekannt: Millionen von Tieren leiden täglich in der industriellen Tierhaltung. Hinzu kommen die von der Landwirtschaft mitverursachte Klimakrise, das Artensterben, Umweltbelastung sowie Tierseuchen und die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen. Dies zeigt sich auch im Ernährungsverhalten: Ein Drittel der Deutschen will seinen Fleischkonsum reduzieren. Dies bietet Chancen für Landwirt:innen. Das Team von Menschen für Tierrechte begleitet Landwirt:innen beim Ausstieg aus der „Nutztierhaltung“ und entwickelt gemeinsam mit ihnen pflanzenbasierte Betriebskonzepte, die ihnen eine wirtschaftliche Perspektive bieten.

Nach einem aktuellen Report wollen ein Drittel der Deutschen ihren Fleischkonsum reduzieren. Zu den wichtigsten Motiven zählen Umweltaspekte, Tierwohl und Gesundheit (1). Pflanzliche Proteine sind ein Megatrend, den auch die Grüne Woche in diesem Jahr aufgreifen wird. Noch importiert Deutschland Millionen Tonnen Erbsen, Bohnen und Soja, die auch hierzulande gut gedeihen könnten. Forschende suchen aktuell nach Wegen, um Leguminosen wieder regional und kostengünstig anzubauen (2). Das bietet eine große Chance für Landwirt:innen. Das Team von TransFARMation begleitet sie bei der Umstellung auf eine pflanzenbasierte Produktion.

Wirtschaftlich und zukunftsfähig
„Echter Tierschutz bedeutet nicht bessere Haltungsbedingungen, sondern eine grundlegende Abkehr vom derzeitigen System“, erklärt Christina Ledermann, Vorsitzende des Verbandes. „Nur mit einer pflanzenbasierten Planetary Health Diet können wir die Ausbeutung der Tiere überwinden und eine wachsende Weltbevölkerung innerhalb der ökologischen Belastungsgrenzen ernähren.“

Steuergelder für die Zukunft investieren
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert die Politik auf, endlich gezielte Lenkungsmaßnahmen einzuführen – unabhängig von der künftigen Regierungszusammensetzung: „Wir brauchen eine Agrar- und Ernährungswende, die Tierleid reduziert, das Klima schützt und auch zukünftig eine gesunde, nachhaltige Ernährung für alle sicherstellt“.

Hintergrund: Die „Grüne Woche“ in Berlin ist die weltweit größte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Parallel erscheint der „Kritische Agrarbericht“, der die drängenden Herausforderungen der Branche aufzeigt.

Über den Bundesverband Menschen für Tierrechte: Menschen für Tierrechte engagiert sich seit seiner Gründung 1982 für die Anerkennung elementarer Tierrechte. Um einen Systemwechsel in den Hochburgen der Tiernutzung zu erreichen, setzt sich der Verein auf politischer Ebene für die Tiere ein und engagiert sich für den Ausstieg aus dem Tierversuch und für tierversuchsfreie Verfahren. Mit dem Projekt TransFARMation treibt Menschen für Tierrechte die nötige Reform des Agrar- und Ernährungssystems voran und begleitet Landwirt:innen beim Umstieg auf eine pflanzenbasierte Wirtschaftsweise.
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Redaktionelle Hinweise
(1) Siehe YouGov Report: Fleischersatz im Dachraum
(2) Siehe Tagesspiegel Background: Wie Hülsenfrüchte wieder sexy werden