Newsletter Tierrechte vom 21.08.2025
Inhalt
- Erfolg: Mönchengladbach führt Stadttaubenmanagement ein
- Spitzengespräch: Tierschutz bringt Forderungen vor
- Tierversuchsfrei: Erster Zellbiologie-Kurs ohne Tierleid
- Aktion für unabhängige Tierschutzbeauftragte
- Termine
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns immer sehr darüber, wenn wir Kommunen von den vielen Vorteilen des tierschutzgerechten Stadttaubenmanagements überzeugen können – so wie vor kurzem in Mönchengladbach: Hier wandten wir uns an Stadtverwaltung und Stadtratsfraktionen und erläuterten das Konzept mit betreuten Taubenschlägen und Eiaustausch.
Im Vorfeld wurde die Planung eines Taubenschlags verworfen, um stattdessen das Fütterungsverbot strenger umzusetzen. Eine engagierte Tierschützerin erhielt nach unseren Briefen Unterstützung von mehreren Fraktionen. Zusammen stellten diese einen Antrag für die Etablierung eines städtischen Stadttaubenmanagements, der am 9. Juli mehrheitlich im Stadtrat angenommen wurde. Mit Ihrer Spende oder Mitgliedschaft unterstützen Sie unseren Einsatz für einen tierschutzgerechten Umgang mit diesen und anderen Tieren. Bitte helfen Sie uns dabei, diese wichtigen Projekte zu stemmen! Vielen Dank.
Spitzengespräch: Tierschutz bringt Forderungen vor
Am Dienstag trafen sich die Vertreter:innen mehrerer Tier- und Umweltschutzorganisationen mit Staatssekretär Prof. Markus Schick im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH). Die unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings (DNR) organisierten Vereine hatten sich um diesen Austausch bemüht, um ihre Tierschutz-Forderungen und ihre Kritik an höchster Stelle vortragen zu können. Hauptthemen waren die Bundestierschutzbeauftragte, die industrielle Tierhaltung, Schlachtung, Tierhaltungskennzeichnung, Haltung und Handel mit Heim- und Wildtieren sowie Tierversuche. Menschen für Tierrechte nutzte die Gelegenheit, um sich für den Schutz von „Versuchstieren“ und für eine tierversuchsfreie Forschung einzusetzen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.
Tierversuchsfrei: Erster Zellbiologie-Kurs ohne Tierleid
Und es gibt weitere positive Nachrichten: Wie die Technische Universität Berlin berichtet, wird der Laborkurs „Nukleinsäuretechnologien“ für Studierende im Masterstudiengang Biotechnologie künftig ohne Hilfsstoffe oder Methoden durchgeführt, die auf der Verwendung von Tieren basieren. Damit sollen den angehenden Wissenschaftler:innen Wege aufgezeigt werden, im Labor ohne tierbasierte Verfahren auszukommen.
Wir begrüßen diese Entwicklung sehr. Dies vermeidet nicht nur Tierleid, sondern trägt auch zu verlässlicheren Forschungsergebnissen bei. Zudem lernen Studierende zugleich die Vorteile von tierleidfreien Forschungsmethoden kennen. In Bachelor-Studiengängen gibt es ebenfalls viele Hochschulen, die tierleidfreie Kurse anbieten, wie unser SATIS-Hochschulwegweiser zeigt.
25. August: Aktion für eine unabhängige Bundestierschutzbeauftragte
Am Montag, den 25.08.25 appellieren wir mit einer Aktion an die SPD, dass sie sich innerhalb der Regierung dafür einsetzt, dass Tiere auch künftig mit Kompetenz und Unabhängigkeit vertreten werden.
Wir fordern: Kompetenz statt Klüngel – Für eine echte Tierschutzbeauftragte!
Wann: Am 25.08. von 12.00 bis 14.00 Uhr
Wo: Vor der SPD-Partei-Zentrale (Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin)
Wie: Mit Banner und Handschildern
Termine
- Samstag, 30. August: Demo in Braunschweig: „Schlachthäuser schließen!“
- Samstag, 30. August: Protestaktion gegen die Lederwarenmesse in Offenbach
- Samstag, 06. September: Demo in Hamburg: „Schlachthäuser schließen!“
- 9. bis 11. September: European Vegan Summit 2025 (online)
- Samstag, 13. September: Demo in München: „Schlachthäuser schließen!“
- Samstag, 20. September: Demo „Halterkunde statt Rasseliste“ in Düsseldorf
- Freitag, 26. September: Gerechtigkeit für Schweine: Kundgebung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe
Impressum:
Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
Web: www.tierrechte.de
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic AACSDE33
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt zwei bis dreimal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.



