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Newsletter Tierrechte: Vorbildlich – Niederlande setzen auf tierfreie Verfahren / Nachtfahrverbot für Mähroboter

Newsletter Tierrechte vom 17.07.2025

Inhalt

  • Vorbildlich: Niederlande setzen auf tierfreie Verfahren statt auf Affenversuche
  • Gut so: Dortmund spricht Nachtfahrverbot für Mähroboter aus
  • Hof-Talk TransFARMation: Es geht um Pilze
  • Es werden mehr: Neues von der Hahnen-WG
  • Termine

Liebe Leserinnen und Leser,

das ist vorbildlich! Die Niederlande setzen auf tierfreie Verfahren statt auf Affenversuche. Das niederländische Parlament hat Anfang Juli einen Änderungsantrag angenommen, der in den nächsten fünf Jahren die Finanzierung eines der größten Primatenforschungszentren Europas in seiner jetzigen Form auslaufen lässt. Stattdessen soll die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden beschleunigt und die Tests an Affen perspektivisch auslaufen. Der Beschluss setzt ein wichtiges Signal, denn die Reduktion der Gelder für Affenversuche erhöht den Druck auf das Primatenzentrum, sich stärker als bislang für die Entwicklung tierfreier Verfahren einzusetzen. Die Bundesregierung sollte dem Vorbild der Niederländer folgen. Aus ethischen Gründen und auch, weil tierversuchsfreie Verfahren in den meisten Fällen zuverlässiger und kostengünstiger sind. Hier lesen Sie mehr.


Gut so: Dortmund spricht Nachtfahrverbot für Mähroboter aus
In mehreren deutschen Städten wie Köln, Leipzig, Mainz und nun auch in Dortmund gibt es nachts ein Fahrverbot für Mähroboter, und das aus gutem Grund! Diese Gartenhelfer können für Igel und andere Kleintiere zur tödlichen Gefahr werden. Die Nachtfahrverbote sollen sicherstellen, dass die nachtaktiven Tiere ungestört auf Nahrungssuche gehen können, ohne dabei zu Schaden zu kommen. Eine wichtige Maßnahme mit großer Wirkung für den Artenschutz! Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hatte bereits vor anderthalb Jahren eine Studie zu Verletzungen von Igeln durch Mähroboter durchgeführt. Danach sind innerhalb von 16 Monaten 370 Igel mit Schnittverletzungen, die von Gartengeräten verursacht worden sind, aufgefunden worden. Fast die Hälfte der Igel starb an den Folgen der Verletzungen!


Hof-Talk TransFARMation: Es geht um Pilze
Save the date am 30. Juli um 19 Uhr: Im Hof-Talk unseres Projekts TransFARMation berichten jeden Monat Visionäre und Landwirte. Sie befinden sich entweder noch mitten im Transfarmations-Prozess  oder haben ihren Hof bereits erfolgreich umgestellt. Sie teilen ihre individuellen Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge auf dem Weg zu einer Landwirtschaft, die ohne Tierhaltung Nahrungsmittel produziert. Jeder von ihnen hat einen einzigartigen Weg in eine neue Zukunft eingeschlagen.
Lassen Sie sich inspirieren! Am Mittwoch, den 30. Juli um 19 Uhr (Zoom-Raum) geht es um Pilze. Die besonderen Waldbewohner verbessern Böden, fördern Biodiversität und könnten die Eiweißquelle der Zukunft sein. Nino Österle ist Pilz-Experte und Gründer des www.edelpilze.shop. Freuen Sie sich mit uns auf einen zukunftsweisenden Hof-Talk! Hier geht es zur Anmeldung.


Es werden mehr: Neues von der Hahnen-WG
Unsere Hahnen-WG wächst. Inzwischen nutzen die Tiere auch vermehrt die Ausweichmöglichkeiten – und das ist ein sehr gutes Zeichen! Für das friedliche Zusammenleben unter Hähnen ist es wichtig, dass sie sich auch aus dem Weg gehen können. Hähne sind sozial, agieren aber auch territorial. Sie bewegen sich gerne auf großem Raum, gehen sich bei Spannungen aus dem Weg und suchen gezielt Rückzugsorte auf. Dass unsere Hähne die Ausweichmöglichkeiten aktiv nutzen, zeigt, dass die Gruppenstruktur funktioniert und ein stabiles soziales Gefüge entsteht. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung. Jede Spende hat dazu beigetragen, dieses schöne Projekt zu starten!


Termine


Impressum:

Menschen für Tierrechte e.V.
Severinusstr. 52
53909 Zülpich
Tel. 02252 – 830 12 10
E-Mail: info@tierrechte.de
Web: www.tierrechte.de
Spendenkonto: Sparkasse Aachen
Bankleitzahl 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Swift-Bic AACSDE33
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein und kämpft gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Das langfristige Ziel ist eine grundsätzliche Veränderung des Mensch-Tier-Verhältnisses. Dem Dachverband mit Hauptsitz in Zülpich (früher Aachen) sind Vereine sowie private Fördermitglieder angeschlossen. Seine Stärke liegt im Zusammenwirken von Seriosität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Dazu verfolgt der Verband einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch und eine Agrarwende von der tierischen zur pflanzlichen Eiweißproduktion. Um Landwirt:innen Alternativen aufzeigen, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können, betreibt Menschen für Tierrechte das Projekt TransFARMation. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht der Verband das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein. Weiterhin unterstützt der Verband das tierschutzkonforme Stadttaubenmanagement und gibt zwei bis dreimal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

Wir sind Mitglied u.a. bei: