
Tiere sind empfindungsfähige und intelligente Lebewesen. Dennoch leiden sie zu Millionen in Tierversuchen, in der industriellen Landwirtschaft, auf Transporten, in Schlachthöfen, Zuchtbetrieben, Zoos, Zirkussen, bei der Jagd und als artwidrig gehaltene „Haustiere“.Es ist unsere tiefste Überzeugung, dass wir kein Recht dazu haben, unsere Mitgeschöpfe auszubeuten. Um dieses massenhafte Leiden zu beenden, müssen wir den Tieren endlich ihre elementaren Rechte zugestehen – ihre Rechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Gleichbehandlung und Freiheit. Unser langfristiges Ziel: Das Mensch-Tier-Verhältnis muss sich grundsätzlich ändern. Tiere haben ein Recht auf Leben, auf Freiheit und auf Unversehrtheit.
Um dieses hohe Ziel zu erreichen:
- setzen wir uns auf politischer Ebene für die Tiere ein
- fördern den Ausstieg aus der Tierhaltung durch unser Projekt „TransFARMation“
- setzen wir uns für den Ausstieg aus dem Tierversuch und für tierversuchsfreie Verfahren ein
Lesen Sie mehr zu unseren Aufgaben und Zielen
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich seit seiner Gründung 1982 auf rechtlicher, politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung elementarer Tierrechte ein. Damit ist er die älteste Tierrechtsorganisation in Deutschland. Er kämpft für den Ausstieg aus dem Tierversuch, der „Nutztier“-Haltung sowie gegen jeglichen Missbrauch von Tieren. Eine zukunftsweisende Tierschutzpolitik muss auf das Wohlbefinden der Tiere ausgerichtet sein, so wie es das Staatsziel Tierschutz und das Tierschutzgesetz tatsächlich fordern.
Systemwechsel in den Hochburgen der Tiernutzung
Um dies zu erreichen, brauchen wir einen Systemwechsel in den Hochburgen der Tiernutzung. Keine Frage: Der Weg zur Anerkennung dieser Rechte ist beschwerlich – aber wir gehen ihn pragmatisch, schrittweise und konsequent, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Unsere Stärke liegt dabei im Zusammenwirken von Seriösität, Fachwissen und Lobbyarbeit auf höchster politischer Ebene. Wir sind beispielsweise in der Bundestierschutzkommission vertreten sowie in mehreren Tierschutzbeiräten. Um unsere Kräfte zu bündeln, arbeiten wir zudem eng mit anderen Organisationen in diversen Bündnissen zusammen – national und international.
TransFARMation: Eine andere Landwirtschaft ist möglich
Außerdem treiben wir die Agrarwende hin zu einer pflanzenbasierten Produktion auch ganz praktisch voran: Mit unserem Projekt TransFARMation zeigen wir Landwirt:innen Alternativen auf, wie sie auch ohne sogenannte Nutztiere erfolgreich und nachhaltig wirtschaften können. Alternativen zur derzeitigen Nutztierhaltung sind beispielsweise der Anbau von Leguminosen, von Obst- und Gemüse, Pilzen, Hanf, Ölsaaten, Algen oder Microgreens. Es kommen aber auch die Nutzung erneuerbarer Energien, pädagogische Hof-Angebote, Agrartourismus oder die Gründung eines Lebenshofes in Frage.
Transformation des Landwirtschafts- und Ernährungssystems
Für die Landwirtschaft gilt grundsätzlich: Keine Zukunft ohne Wende. Die multiplen Krisen zeigen uns überdeutlich, dass wir einen Systemwechsel unseres kompletten Landwirtschafts- und Ernährungssystems brauchen. Für uns liegt die Lösung nicht in der Reform des bestehenden Tierhaltungssystems, sondern im Aufbruch zu einer neuen, nachhaltigen, tier- und klimafreundlichen Erzeugung. Durch eine Ernährung auf Basis pflanzlicher Eiweißträger beenden wir nicht nur die Ausbeutung der Tiere, sie bietet auch Lösungen für die Problemfelder Ernährungssicherheit, Klimakrise, Artensterben, Welternährung und die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen allgemein. Basis für diese notwendige Transformation, ist ein Gesamtkonzept für eine Agrar- und Ernährungswende. Dazu haben wir zehn Forderungen für eine Agrar- und Ernährungswende zusammengestellt.
Tierversuche: Über die Reduktion zum Ausstieg
Um Tierversuche zu beenden, verfolgt Menschen für Tierrechte einen Masterplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch. Dazu hat der Verein einen ausführlichen Maßnahmenplan ausgearbeitet. Um tierversuchsfreie Methoden voranzubringen, veröffentlicht Menschen für Tierrechte das „Versuchstier des Jahres“, betreibt die Wissenschaftsplattform InVitro+Jobs und setzt sich mit dem Projekt SATIS für eine humane Ausbildung ein.
Chance für den systematischen Wandel
Keine Frage, es wird nicht einfach, diese Maßnahmen gegen Widerstände und Lobbyinteressen durchzusetzen. Die gute Nachricht ist: Je dramatischer die Krise, desto größer die Chance für den systematischen Wandel. Was die Ernährungswende betrifft, stimmt es zuversichtlich, dass der Markt für pflanzliche Produkte seit Jahren rasant wächst. Die junge Generation befindet sich mitten in der Ernährungswende. Das eröffnet Chancen für Tiere, Natur, Klima und Landwirt:innen. Diese müssen wir nutzen!
Tiere haben ein Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit!
DAFÜR KÄMPFEN WIR!
HELFEN SIE UNS mit Ihrem Engagement, einer Spende oder Ihrer Mitgliedschaft!
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist seit seiner Gründung als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Beiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.
Wir sind Mitglied u.a. bei:
Weitere Projekte des Bundesverbandes:
Magazin tierrechte
Der Verband gibt zwei- bis dreimal im Jahr das Magazin tierrechte heraus. Neben einem Themenschwerpunkt informiert die Zeitschrift Journalisten, Wissenschaftler, Politiker, Behörden und Verbandsmitglieder über aktuelle Entwicklungen in der politischen Tierrechtsarbeit. Zudem erscheint zweimal monatlich der Tierrechte Newsletter.
Alternativen bieten
Mit unserem Wissenschaftsportal InVitro+Jobs setzen wir uns für eine konsequente Förderung der tierversuchsfreien Forschung ein. Durch die Vorstellung tierleidfreier und humanspezifischer Verfahren und das „Versuchstier des Jahres“ tragen wir dazu bei, dass Tierversuche durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden.
Lernen ohne Tierversuche
Mit unserem Projekt SATIS – für eine humane Ausbildung setzen wir uns für den Einsatz von tierfreien Lehrmethoden ein.
Tierschutzkonformes Stadttaubenmanagement
Das Taubenelend in unseren Städten ist menschengemacht. Um das Tierleid zu beenden und um die Probleme der Kommunen zu lösen, setzen wir uns für das tierschutzgerechte Stadttaubenmanagement ein.

