Allgemein Industrielle Tierhaltung Politik

Mitmach-Aktion: EU-Umfrage zur Tierschutzgesetzgebung

Die EU Kommission hat die nächste Etappe ihrer öffentlichen Konsultation zur Überarbeitung der EU Tierschutz-Gesetzgebung veröffentlicht. Diesmal gibt es einen relativ kurzen Fragebogen und nur ein kleines, nicht-obligatorisches Feld für Freitext (5000 Zeichen).

Ihre Meinung ist gefragt!

Es ist unheimlich wichtig, dass sich möglichst viele Bürger:innen und Organisationen für eine strengere Gesetzgebung einsetzen und höhere Standards fordern, besonders, da die Stimme der Industrie in diesem Prozess sehr sehr laut ist.

Einen Vorschlag für die Beantwortung des Fragebogens finden Sie hier. Themen Vorschläge für das freie Textfeld finden Sie unten auf dieser Seite.

Bitte nehmt unbedingt selbst an der Konsultation teil, und teilt diese auch mit Bekannten/Freunden/Kollegen. Wir brauchen hier so viel Unterstützung wie nur möglich!

 

Am 9. Dezember wird die Kommission auf der Stakeholder-Konferenz zum Tierschutz die vorläufigen Ergebnisse vorstellen: Es wäre sehr gut, wenn möglichst viele Beiträge schon davor hochgeladen würden, damit sich das Meinungsbild dort abzeichnet. Die eigentliche Deadline ist der 21. Januar 2022.

Hier finden Sie ein paar Themen-Vorschläge für das Textfeld, die natürlich ausgeführt und begründet werden können/sollten (!! kein ledigliches Kopieren erlaubt !!):

  • Beschleunigung des Prozesses: Vorschlag bis Q1 2023
  • Erweiterung auf alle Tiere, die kommerziell genutzt werden
  • Statt Richtlinie 98/58 sollte es eine verbindliche Verordnung geben, die alle Tierarten in landwirtschaftlicher Nutzung einschließt, auch alle bisher nicht erfassten, Fische, Insekten und Wirbellose
  • Verbot der Käfighaltung bis 2027
  • Verbot von Mutilationen
  • Gesetzgebung, die das Empfindungsvermögen von Fischen anerkennt
  • Reduktion der Besatzdichten in Ställen, auch mit dem Ziel der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes
  • Verbot von Hochleistungszucht
  • Permanenter Zugang zu Wasser für Wasservögel
  • Klare Regeln für Beschäftigungsmaterial (Reduzierung Kannibalismus)
  • Verbot der Pelztierzucht
  • Maximale Transportzeit von 4h für Geflügel und Kaninchen, 8h für andere Tierarten
  • Vorgaben für den Platz/Bedingungen auf den Fahrzeugen, besondere Vorgaben für Fische
  • Verbot des Transports nicht-entwöhnter und trächtiger Tiere
  • Verbot von Lebendexporten
  • Schlachten ausschließlich mit vorangegangener Betäubung, effektive Betäubung von Fischen
  • Schlachten nur durch ausgebildete Personen
  • Regelungen für mobile und Hausschlachtung
  • Überwachung in Schlachthäusern
  • Verpflichtende Kennzeichnung auf allen Produkten tierischen Ursprungs (roh, verarbeitet, in Restaurants, Kantinen, Supermärkten etc.), die die Lebensbedingungen des Tieres leicht verständlich abbildet und von beste bis schlechteste transparent einordnen lässt