Tierversuche

Schluss mit Tierversuchen – das Ende ist möglich und nötig!

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Die Tierversuchszahlen steigen von Jahr zu Jahr, obwohl die Kritik am Tierversuch mittlerweile sogar vonseiten der Wissenschaftler immer lauter wird. Denn Tierversuche sind aus wissenschaftlichen und ethischen Gründen abzulehnen.

Wir, der Verein Menschen für Tierrechte – in den 80er Jahren als „Bundesverband der Tierversuchsgegner“ gegründet –, verfolgen beharrlich den Ausstieg aus dem Tierversuch. Den stellt heute sogar das EU-Recht in Aussicht und die Niederlande haben bereits 2016 einen Plan vorgestellt, wie solch ein Ausstieg systematisch verfolgt werden kann.

Wir fordern von der Bundesregierung ein gleichwertiges Engagement und eine konkrete Strategie, die den Ausstieg Schritt für Schritt voran bringt.

Lesen Sie, warum Tierversuche abgeschafft werden müssen und wie eine innovative und verantwortungsvolle Forschung ohne Tierversuche Wirklichkeit werden kann.

Schluss mit Tierversuchen, denn:

  • Tierversuche sind wissenschaftlich fragwürdig

Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich nicht zuverlässig auf den Menschen übertragen. Tiere sind keine Miniaturmenschen, es bestehen teils große Unterschiede (z. B. Organfunktionen, Stoffwechselvorgänge, Immunreaktionen). Daran erinnern jährlich Tausende Arzneimitteltote, zahlreiche Arzneimittelrücknahmen und fehlende Therapien.

Gerade in der medizinischen Forschung ist der Einsatz von Tieren mit Vorsicht zu genießen. Erkrankungen des Menschen haben viele Ursachen – wie Ernährung, Umwelteinflüsse, psychische und genetische Faktoren. Diese können im Tier nicht nachgestellt werden. Mit genetischen Manipulationen, vor allem an Mäusen, versucht (!) man, Tiere künstlich krank zu machen. Oft werden hier nur einzelne Symptome simuliert.

  • Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar
    Jedes Tier hat einen eigenen Wert und sollte ein Recht auf Unversehrtheit haben. Tiere sind schmerz- und leidensfähig wie wir Menschen, deshalb dürfen Tieren keine Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden – unabhängig vom eventuellen Nutzen für den Menschen. Darum sind Tierversuche unmoralisch.

Masterplan für eine tierversuchsfreie Zukunft

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Solange Tierversuche noch gesetzlich erlaubt und z.T. vorgeschrieben sind, verfolgt der Bundesverband praxistaugliche Strategien und Projekte für eine tierversuchsfreie Zukunft. Wichtig dabei: Das Ende der Tierversuche führt über tierversuchsfreie Verfahren. Deshalb fordern wir von der Politik die Ausarbeitung eines Masterplans nach Niederländischem Vorbild, der u.a. folgende Aspekte umfassen muss:

Strategie zur Förderung der tierversuchsfreien Forschung

  1. Gesamtplanung zur Reduktion der Tierversuche inklusive Zielvereinbarungen, Ausstiegsdaten, Monitoring-System und Umsetzungsmanagement
  2. Tierversuche müssen drastisch reduziert werden durch erste Sofortmaßnahmen: Verbote für Tierversuche, die besonders belastend sind sowie für Haushaltsprodukte
  3. Schnelle Prüf- und Anerkennungsverfahren für tierfreie Methoden
  4. Die Gelder für die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren müssen drastisch erhöht werden
  5. Die Festlegung von Forschungsbereichen, für die am dringendsten solche Verfahren entwickelt werden müssen
  6. Die Einrichtung von Lehrstühlen und Forschungspreisen für tierversuchsfreie Verfahren
  7. Ein Verbot des Tierverbrauchs im Studium
  8. Die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums als Auskunftsstelle für Behörden und Wissenschaftler

Wir fordern jedoch nicht nur, sondern unterstützen diesen Paradigmenwechsel aktiv durch unsere Projekte www.InVitroJobs.com – für eine tierversuchsfreie Forschung und www.SATIS-tierrechte.de – für eine humane Ausbildung ohne Tierverbrauch.

Sie wollen mehr wissen – lesen Sie hier Ausführliches zum Thema.