Das tun wir für die Tiere
1. Mehr Rechte für Tiere
Zwar ist der Tierschutz im Grundgesetz, im Tierschutzgesetz und in Verordnungen geregelt. Doch die gesetzlichen Vorgaben sind unzureichend und es wird täglich gegen sie verstoßen. Bei Missständen können Tierschutzorganisationen bisher nicht stellvertretend für die Tiere klagen. Um Tiere effektiv zu schützen und als Anwalt für sie vor Gericht auftreten zu können, brauchen wir die Tierschutz-Verbandsklage.
Das Bundesland Bremen hat sie bereits 2007 eingeführt. Im Saarland ist sie Bestandteil des Koalitionsvertrages und muss nun noch in die Praxis umgesetzt werden. Durch intensive Lobbyarbeit und mit Aktionen kämpfen wir dafür, dass weitere Bundesländer die Tierschutz-Verbandsklage einführen.
2. Für eine moderne Forschung ohne Tierversuche
Der Bundesverband setzt sich auf politischer und wissenschaftlicher Ebene für die Entwicklung und Anerkennung tierversuchsfreier Verfahren ein. Dazu gehört zum Beispiel eine aktive Lobbyarbeit für die Einführung von Lehrstühlen an den Universitäten sowie für Forschungspreise für alternative Verfahren. Mit dem Internetportal ›InVitroJobs.com‹ vernetzen wir wissenschaftliche Arbeitsgruppen, erleichtern Wissenschaftlern die Stellensuche in diesem Bereich und fördern auf diese Weise die Entwicklung und Verbreitung der tierversuchsfreien Forschung.
3. Rettung für Tiere
Die beiden Schimpansen Bobbi und Wilma mussten eine jahrelange Odyssee erdulden – zuerst in einem Zirkus, dann bei einem Bauunternehmer, der sie in einen Kuhstall sperrte, bis zu einem maroden Tierpark, der für ihren Unterhalt nicht mehr aufkommen konnte. Dem Bundesverband gelang es 1999 endlich, die beiden zu retten und einen Platz in einer niederländischen Auffangstation zu finden. Von dort zogen beide vor Kurzem um nach Primadomus, einem großzügigen Gehege für geschundene Primaten in Spanien. Hier können Bobbi und Wilma ihren Lebensabend in tiergerechter Umgebung verbringen. Der Bundesverband wird sich zeitlebens an den Kosten ihrer Unterbringung beteiligen.
4. Politik für Tierrechte
Mit der Internetseite tierschutzwatch.de haben wir erstmals eine Plattform im Internet ins Leben gerufen, auf der die Initiativen der Politiker zum Tierschutz abrufbar sind – und zwar auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ebenso wie auf EU-Ebene. Damit wollen wir kontinuierlich sichtbar machen, welche Politiker und welche Parteien sich für die Tiere einsetzen und Gesetzesvorschläge machen, Anfragen zu Missständen stellen oder sich in den Gemeinden z.B. für Stadttauben, Kastrationsgebote für Freigänger-Katzen oder das Verbot für Zirkusse mit Wildtiereneinsetzen. So können sich alle Interessierten informieren und z. B. vor Wahlen prüfen, wer sich für die Tiere einsetzt.





