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Neue Initiative fordert Grundrechte für Menschenaffen

Das Recht der Großen Menschenaffen auf persönliche Freiheit, auf Leben und körperliche Unversehrtheit soll im deutschen Grundgesetz verankert werden. Diese Grundrechtsinitiative wurde am 8. Mai 2014 im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Die Initiative basiert auf dem im Jahr 1993 von  den Philosophen Peter Singer (Australien) und Paola Cavalieri (Italien) initiierten Great Ape Project.

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt auch eine aktuelle Studie zu den Lebensbedingungen von Menschenaffen in deutschen Zoos, die ebenfalls vorgestellt wurde. Von den 38 deutschen Zoos, in denen Große Menschenaffen gehalten werden, erfüllen rund 60 Prozent die Vorgaben des aktuellen "Säugetiergutachtens" nicht.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte unterstützt die Grundrechtsinitiative. Dr. Eisenhart von Loeper, Ehrenvorsitzender des Bundesverbandes, war vor Ort und begründete die neue Initiative juristisch. In der EU werden laut EU-Statistik seit 2002 keine Menschenaffen mehr im Versuch eingesetzt. Deutschland verwendete bis 1991 Menschenaffen (Schimpansen) in Tierexperimenten. Obwohl dies nun schon so lange her ist, hat Deutschland kein Verbot für Menschenaffenversuche erlassen.

Die EU spricht sich in der Tierversuchsrichtlinie 2010/63/EU zwar für den besonderen Status der Menschenaffen aus, weigerte sich aber, ein ausnahmsloses Verbot der Verwendung von Menschenaffen in Tierversuchen auszusprechen. So sind Versuche möglich, wenn sie der Arterhaltung dienen oder wenn sie als nötig erachtet werden, um lebensbedrohliche Gefahren für den Menschen abzuwehren. Fazit: Versuche an Menschenaffen sind in der EU nicht verboten und können, wenn auch mit Auflagen, so doch jederzeit durchgeführt werden.

Hier lesen Sie mehr zu der Initiative:
www.giordano-bruno-stiftung.de

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