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Wie leben Tiere im Zirkus?

Die Tradition und die positive Besetzung des Zirkuserlebnisses erlauben es, noch die auffälligsten Missstände zu übersehen. Wo etwa wäre der Grundsatz des Tierschutzgesetzes erfüllt, Tiere artgerecht zu halten und verhaltensgerecht unterzubringen? Wie kann etwa die - lebenslange (!) - Unterbringung eines Nilpferds in einem Wasserbecken, in dem es gerade mal Platz hat, diesem Grundsatz entsprechen? Kann es der Natur eines Tigers gemäß sein, sein Leben in einem Käfig zu verbringen, der nur zwei, drei Schritte Bewegung erlaubt? Wer seine eigene Vernunft sprechen lässt, muss eigentlich sofort erkennen, dass es völlig unmöglich ist, Tiere im Zirkus artgerecht zu halten.

Permanente Qual: Enge und fehlende Sozialkontakte

Alle Wildtiere sind evolutionär auf sehr viel Raum angewiesen, meist auf viele Quadratkilometer. Sie müssen laufen, springen oder klettern, schwimmen oder fliegen. Diese Bedürfnisse werden lebenslänglich nicht erfüllt. Man muss kein Zoologe sein, um zu begreifen, dass allein diese permanente Entbehrung eine permanente Qual darstellt.

Die verschiedenen Tierarten haben darüber hinaus viele weitere angeborene Anlagen. Elefanten etwa leben natürlicherweise in Familienverbänden mit ausgeprägten Bindungen zwischen Müttern, Kindern und Verwandten in einer sinnvollen Ordnung. Jeder Fernsehzuschauer hat wohl schon Löwenmütter beim zärtlichen Umgang mit ihren Kindern beobachtet. Giraffen und Zebras sieht man in großen Herden über die Steppe ziehen. Flusspferde drängen sich dicht an dicht in Gewässern. Andere, wie etwa Stachelschweine, sind Nachttiere, denen das Tageslicht weh tut, Bären brauchen Höhlen, Badestellen, Winterschlaf.

Von Affen weiß jeder Mensch, wie bewegungsfreudig und unternehmungslustig sie sind und was für interessante, komplizierte Beziehungen sie untereinander pflegen. Was Affen, wie z. B. der Schimpanse, dessen genetische Anlagen zu 98,4 Prozent mit denen des Menschen identisch sind, in lebenslanger Gefangenschaft erdulden müssen, kann man sich auch mit wenig Phantasie vorstellen. Schließlich ist dies die höchste Strafe, die unsere Gesellschaft für schwere Verbrechen vorsieht. Welche Verbrechen hat der Schimpanse begangen?

Angeborenes soziales Verhalten kann nie ausgelebt werden

Zahllose Verhaltensmuster, die den »wilden Tieren« von der Natur mitgegeben sind und die für sie eine innere Notwendigkeit darstellen, können auch im besten Zirkus niemals ausgelebt werden. Dafür fehlen schon ganz einfach der Raum und die artgemäße Umgebung. Angeborenes soziales Verhalten kann nie ausgelebt werden, da die Tiere nur Schauzwecken dienen und daher meist einzeln leben müssen, ohne die vielfältigen Kontakte zu Artgenossen.

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