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Aktionen für ein Verbot der Wildtierhaltung im Zirkus

In der Kabinettssitzung am 23. Mai 2012 hat die Bundesregierung den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes verabschiedet, der dem Bundesrat nun zur Stellungnahme vorliegt. Darin wird zwar die Grundlage für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus geschaffen.

Leider ist der Vorschlag aber aus fachlicher Sicht sowie aus rechtlicher Sicht völlig unzureichend bzw. bedenklich. Deswegen fordert der Bundesverband zusammen mit 18 anderen Tier- und Naturschutzverbänden dringend Nachbesserungen, um den Schutz insbesondere von Wildtieren im Zirkus zu gewährleisten.

Das Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus muss kommen

Es muss schnellstmöglich eine Verordnung erlassen werden, die das  Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus festlegt. Dies hat der Bundesrates bereits mehrfach, zuletzt am 25.11.2011, gefordert. Die Stellungnahme wurde Mitte Juni an Ministerin Aigner sowie an alle für den Tierschutz zuständigen MinisterInnen und SenatorInnen der Länder verschickt.


Hier können Sie sich die Stellungnahme der Tier- und Naturschutzverbände zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes (Tiere im Zirkus) als PDF herunterladen.

Aktionen in den Jahren 2011/2010

Bereits am 13. Oktober 2011 haben mehrere große Tierschutz-, Tierrechts- und Naturschutzverbände gemeinsam den Agrarausschuss angeschrieben. Darin sprechen sie sich für den Vorstoß Hamburgs aus. Die Hansestadt hatte Mitte September 2011 einen Entschließungsantrag des Bundesrates zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten im Zirkus vorgelegt (Drs. 565/11).

Die unterzeichnenden Verbände begrüßten die Initiative Hamburgs und forderten die Länder auf, sich für das Verbot auszusprechen. Zudem plädieren sie dafür, das Verbot auf das Mitführen sämtlicher Wildtiere nach dem Vorbild Österreichs auszuweiten.

Hier können Sie den Brief als PDF herunterladen.

 

November 2011: Bundesrat beschließt Wildtier-Verbot in Zirkussen 


Der von Hamburg im September 2011 eingebrachte Antrag will ein Verbot der Haltung von Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörnern und Flusspferden im Zirkus erreichen. Am 25.11.2011 stimmte der Bundesrat den Ausschussempfehlungen und somit dem Antrag zu. Sachsen-Anhalt wollte noch eine Vertagung der Abstimmung per Entschließungsantrag erreichen, um insbesondere feststellen zu lassen, dass die derzeitige Vollzugslage bereits ausreichend sei. Dieser Antrag wurde sinnvollerweise abgelehnt. Denn gerade weil der Vollzug der Tierschutzbestimmungen in Zirkussen deutlich erschwert und oftmals unmöglich ist, hatte Hessen als erstes Bundesland bereits 2003 einen Antrag in den Bundesrat eingebracht, dem die Länder zugestimmt hatten. Aber die Bundesregierung hat bisher nicht gehandelt, weil sie das Grundrecht der Berufsfreiheit für Dompteure oder Tierlehrer verletzt sieht. Jetzt wird die Bundesregierung erneut vom Bundesrat zum Handeln aufgefordert.

Hier können Sie die Dokumente zum aktuellen Vorgang einsehen:
www.tierschutzwatch.de

Damit die Bundesregierung endlich das Verbot auf den Weg bringt, haben am 7. Dezember 22 Tierschutzorganisationen - darunter auch der Bundesverband - ein Schreiben an Ministerin Aigner geschickt. Dieses können Sie hier als PDF lesen.

 

September 2011: Hamburg beschließt Bundesratsinitiative für Wildtier-Verbot in Zirkussen

Der Hamburger SPD-Senat hat am 13. September 2011 beschlossen, eine Bundesratsinitiative für ein Verbot bestimmter Wildttierarten im
Zirkus zu starten. Das hatte Hessen bereits 2003 getan. Doch bislang weigerte sich die Bundesregierung, eine Verbotsregelung einzuführen.

Aktuelle Info des Hamburger Senats unter:  
www.tierschutzwatch.de

 

März 2011: Schwarz-gelbe Bundesregierung lehnt ein Haltungsverbot von Wildtieren im Zirkus weiterhin ab

Der Bundesrat hatte bereits im Oktober 2003 eine Entschließung verabschiedet, die die Haltung bestimmter wild lebender Tierarten - insbesondere von Affen, Bären und Elefanten - im Zirkus verbietet. Über sieben Jahre später ist diese wichtige Forderung von der Bundesregierung noch immer nicht umgesetzt worden. Leider lehnt die CDU/CSU-Fraktion alle Initiativen zum Verbot der Haltung von Wildtieren im Zirkus weiterhin ab. Hier finden Sie eine Übersicht von allen politischen Initiativen für ein Haltungsverbot: www.tierschutzwatch.de

Oktober 2010: Verbände fordern Wildtierverbot in Zirkussen

Am 7. Oktober 2010 ging im Namen von 19 Tierschutzverbänden ein Schreiben an alle Vorsitzenden und tierschutzpolitischen Sprecher der Fraktionen, in dem das Bündnis die Parteien auffordert, sich auf einen fraktionsübergreifenden Antrag für ein Wildtierverbot in Zirkussen zu einigen - leider ohne Erfolg. Die CDU/CSU-Fraktion bleibt bei ihrer Blockadehaltung.


April 2010: Bundestierärztekammer fordert Verbot von Wildtieren im reisenden Zirkus

Die Bundestierärztekammer (BTK) fordert ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus auf Reisen. Eine artgemäße und verhaltensgerechte Wildtierhaltung ist praktisch nicht möglich, da reisende Zirkusse häufig ihren Standort wechseln und Gastspiele mitten in der Stadt durchführen. „Wildtiere sind im Zirkus heute nicht mehr akzeptabel, denn die Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Wildtieren haben sich stark erweitert“ betont Prof. Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Lesen Sie die Pressemitteilung unter: www.bundestierarztekammer.de

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