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Tierquälerische Tierbörsen

Jedes Jahr finden in Deutschland unzählige sogenannte Tierbörsen statt, bei denen verschiedene – oft exotische – Tierarten aus der ganzen Welt wie Vögel, Säugetiere, Fische, Reptilien und Amphibien wie auf einem Flohmarkt verkauft werden. Für die Tiere bedeutet dies, dass sie über Stunden oder gar länger in kleinen ungeeigneten Behältnissen wie Plastikdosen, Käfige oder Glaskästen ohne Rückzugsmöglichkeiten oft ohne Futter oder Wasser den neugierigen Besuchern ausgeliefert sind. Die nehmen die Dosen mit den verstörten Tieren in die Hand und schütten sie, damit sie sich bewegen.

Wildfänge leiden besonders in Gefangenschaft

Die meisten Tiere, die bei solchen Börsen verkauft werden, sind Wildtiere. Sie wurden in der freien Wildbahn gefangen und aus ihrem Lebensraum und ihren Familien gerissen. Sie leiden besonders und können sich an ein Leben in Gefangenschaft nicht gewöhnen. Oft sind die Tiere verletzt oder bereits krank. Wenn die Tiere wie Wühltischware verkauft werden, passiert es oft, dass sich die Käufer ganz spontan entscheiden, ein Tier zu erwerben. Bei solchen Spontankäufen ist die Gefahr groß, dass sich der Käufer nicht bewusst ist, was für Ansprüche an die Haltung z.B. ein Exot hat. Notwendiges Wissen zu Ernährung, Bewegungs- und soziale Bedürfnise  oder klimatischen Anforderungen: Fehlanzeige. Da eine Beratung oft nicht erfolgt, werden die Tiere gekauft und landen beispielsweise in Terrarien etc., die für sie völlig ungeeignet sind. Folge: Die Tiere werden krank und sterben früh. Hinzu kommt, dass sich Spontankäufer oft nicht darüber im Klaren sind, wie groß ein Tier werden kann. Deswegen kommt es immer wieder vor, dass Schlangen oder Kaimane einfach ausgesetzt werden.

Gesetzliche Regelung fehlt

Eine gesetzliche Regelung fehlt bisher. Bislang gibt es nur Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzaspekten des  Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus dem Jahr 2006. Diese die Leitlinien sind jedoch nicht rechtsverbindlich und helfen den  Veterinärämtern nicht bei Kontrollen etc. Die Folge: Die Leitlinien werden nicht konsequent umgesetzt und es wird regelmäßig dagegen verstoßen.

Der Bundesverband lehnt Tierbörsen grundsätzlich ab und fordert ein Verbot bzw. eine bundesweit gültige Verordnung.

Das können Sie tun

Kaufen Sie keine Tiere! Raten Sie auch ihren Bekannten und Freunden, keine Tiere zu kaufen, auch wenn diese noch so exotisch oder niedlich sind. Denn jeder Kauf unterstützt den tierquälerischen Handel.

Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten zum Download als PDF.

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