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Tierschutz-Forschungspreise 2011

Tierschutz-Forschungspreise setzen ein wichtiges gesellschaftspolitisches Zeichen für die Reduktion von Tierversuchen und würdigen die Forschungsleistungen zur Entwicklung von Ersatzmethoden. Zudem können die Forscher die Preisgelder in ihre Forschungsvorhaben investieren. Der Bundesverband begrüßt diese Preise sehr, die durch Bund, Länder und private Trägerschaft vergeben werden. 2011 gab es folgende Auszeichnungen:

Der jährlich verliehene Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird Mitte Dezember verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Zu den Bundespreisen zählt auch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ mit dem Bundeswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der in diesem Jahr stattfand. Hier wurde u.a. der in vitro-Pyrogentest, ein Ersatzverfahren zu Tierversuchen, ausgezeichnet.

Rheinland-Pfalz vergab Ende Juni seinen mit 20.000-Euro dotierten Preis an eine saarländische Forschergruppe. Die rheinland-pfälzische Landesregierung richtete diese in Abständen von zwei Jahren vergebene Auslobung ein, nachdem der Bundes- und sein Landesverband Menschen für Tierrechte in 2005 heftig gegen die Errichtung eines neuen Tierlabors an der Uni Mainz protestiert hatten. Der Preis wurde erstmalig 2007 ausgelobt und wird jährlich vergeben. Hessen verleiht erst in 2012 wieder seinen Preis, da in letztem Jahr kein geeigneter Kandidat in Hessen gefunden wurde. Das Geld dafür ging an Tierschutzprojekte an Schulen. Der Preis wird ebenfalls alle zwei Jahr vergeben.

Baden-Württemberg hat in diesem Jahr seinen Tierschutz-Forschungspreis an zwei Forschergruppen vom Universitätsklinikum Tübingen vergeben. Eine Wissenschaftlerin aus dem Forschungslabor der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sowie zwei Wissenschaftler der Forschergruppe Molekulare Onkologie der Inneren Medizin I wurden für die Entwicklung von Tierversuchsersatzverfahren auszgezeichnet.

Erstmalig wurde dieses Jahr der jährliche Berliner Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen verliehen. Die mit 15.000 Euro dotierte Ehrung wurde vom Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) gestiftet, aber gemeinsam von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGESO) und dem vfa verliehen. Eine private Stiftung macht auch den alle zwei Jahre vergebenen Felix-Wankel-Tierschutzforschungspreis möglich, der im Mai durch die Ludwig-Maximilians-Universität München verliehen wurde. Das 30.000 Euro-Preisgeld teilten sich zwei Forscherteams. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bringt bislang den höchsten Betrag auf: Im Januar wurde der mit 50.000 Euro versehene, in ein bis zweijährigem Abstand verliehene Ursula M. Händel-Tierschutzpreis an zwei Forscherteams aus Hamburg und Konstanz  verliehen.
Auch Vereine vergeben Förderpreise. So der Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine mit in der Regel 15.000,- Euro verleiht in unregelmäßigen Abständen einen derartigen Preis, und die Ärzte gegen Tierversuche, die seit 2006 alle zwei Jahre 10.000 Euro vergeben. Dieser wurde 2011 aufgeteilt an zwei Forscherteams für ihre in vitro-Krebsforschung.

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