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Baden-Württemberg: Tierschutz-Forschungspreis 2011 verliehen

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt die Vergabe des mit 25.000 Euro dotierten Förderpreis für »Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch« des Landes Baden-Württemberg. Die Auslobung eines derartigen Preises ist eine zentrale Forderung des Bundesverbandes an Bund und Länder, um Alternativen zum Tierversuch besser zu fördern. Neben Baden-Württemberg haben bislang lediglich Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz entsprechende Preisvergaben eingeführt.

Dr._Berger_291111_kleinIn diesem Jahr wählte die Fachjury die Arbeiten zweier Forschergruppen vom Universitätsklinikum Tübingen aus: Dr. Martina Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungslabor von Prof. Dr. Ulrich Stock von der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sowie Martina Zimmermann und Prof. Dr. Ulrich  Lauer, Leiter der Forschergruppe Molekulare Onkologie der Abteilung Innere Medizin I, wurden jeweils für die Entwicklung eines Tierversuchs-ersatzverfahrens auszgezeichnet.

Preisträgerin Dr. Martina Berger

Foto: Wolfgang Livaditis


Lesen Sie ein Interview mit dem Preisträger Prof. Dr. med. Ullrich Lauer hier auf InVitroJobs.

Dr. Martina Berger wurde für ihre Entwicklung eines vereinfachten Echtzeit-Pulsreaktors zur langfristigen in vitro-Testung künstlicher Herzklappen ausgezeichnet. Bislang werden künstliche Herzklappen überwiegend in Schafen getestet. Da Patienten, die eine Herzklappe benötigen, in der Regel auch unter einem hohen Blutdruck leiden Schafe aber nicht, wird dies bislang bei den Tieren künstlich erzeugt. Während dieser künstlichen Bluthochdruckerzeugung sterben bereits rund 30 Prozent der Tiere. Die Entwicklung dieses Ersatzverfahrens könnte die Verwendung der Schafe überflüssig machen.

Martina Zimmermann und Prof. Dr. med. Ulrich M. Lauer, Leiter der Forschergruppe Molekulare Onkologie des Universitätsklinikums Tübingen wurden für ihre in vitro-Arbeiten zur Erforschung von Masern-Impfviren als Therapie von Leberkrebs ausgezeichnet. Zur Testung dieser Viren haben sie menschliche Leberkarzinomabschnitte aus Operationen genutzt. Das humane Tumorgewebe wird  in sehr dünne Scheiben von 200 bis 300 Mikrometern Dicke geschnitten, in Kulturen angezüchtet und dann die Viren aufgebracht.

Prof_Lauer_Martina_Zimmermann_und_Alexander_Bonde_kleinDie Methode wurde bereits von anderen Laboren übernommen. Um die Methode als Ersatzverfahren bei den zuständigen Behörden anerkennen lassen zu können, sind längerwierige Testverfahren nötig. Hierfür haben die Forscher einen Antrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gestellt.

Foto rechts Preisträger (vlnr): Prof. Dr. Ulrich Lauer, Martina Zimmerman und Alexander Bonde, Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Foto: Wolfgang Livaditis.

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