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Förderung tierversuchsfreier Verfahren: Gesamtstrategie fehlt

Die Abschaffung der Tierversuche war 1982 der Gründungszweck unseres Bundesverbandes. 28 Jahre später konnte die Tierversuchsgegnerbewegung einen gesellschaftspolitischen Meilenstein in Europa setzen: 2010 bekannten sich die EU-Mitgliedstaaten in der Tierversuchsrichtlinie (2010/63/EU) erstmals zu dem Ziel, Verfahren mit lebenden Tieren für wissenschaftliche Zwecke und Bildungszwecke vollständig zu ersetzen.

Die Richtlinie verpflichtet die Länder ebenfalls, die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden aktiv zu fördern. Doch was ist davon in der Realität angekommen? Viel zu wenig, meinen wir, denn tierversuchsfreie Tests sind nach wie vor rar und die Tierversuchszahlen keinesfalls rückläufig.

Im Vergleich zu anderen Ländern steht Deutschland mit seinen Fördermaßnahmen zwar relativ gut gut da, im Vergleich zu seinen eigenen Anstrengungen wie etwa bei der Energiewende  jedoch schlecht. Für die Energiewende gibt es genau das, was für den Ausstieg aus dem Tierversuch fehlt, nämlich eine Gesamtstrategie und ein Monitoring, um die Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Forschungsministerin Johanna Wanka hat gegenüber Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Nachholbedarf: Sie muss zügig einen Masterplan vorlegen, sonst kann der Ausstieg aus dem Tierversuch nicht gelingen.

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