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Aachen beendet Experimente an lebenden Schweinen

Nach Ulm stoppt nun auch Aachen Experimente an lebenden Schweinen im Studium. Trotz der Tatsache, dass fast alle Universitäten hervorragende Chirurgen an innovativen Alternativen ausbilden, hielten vereinzelte Institute der Humanmedizin weiter an Praktika fest, in denen Studierende lebende Schweinen operierten, die nach den Experimenten getötet wurden.

Nachdem die Uni Ulm nach Protesten durch verschiedene Tierschutzorganisationen bereits 2011 einlenkte, stoppt im Januar 2012 nun auch die RWTH Aachen als Schlusslicht diese Praktika. Dazu Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes: "Die Ausbildung Studierender in OP-Übungen an Schweinen hat absoluten Seltenheitswert in Deutschland. Es ist keineswegs eine Pionierleistung, dass diese Übung wegfällt." Mehr dazu im Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen.

Leider wird diese dennoch erfreuliche Meldung dadurch getrübt, dass Ärzte nach den Studium sehr wohl an lebenden Tieren weitergebildet werden. Auch Ersthelfer und Mediziner der Streitkräfte greifen auf diese Kurse zurück, um etwa Gefechtsverletzungen zu simulieren.

Solche rückschrittlichen Experimente können längst durch technologisch ausgefeilte Alternativen ersetzt werden. Neben einfachen von Kunstblut durchströmten Hautsimulatoren für Naht- und Infusionsübungen können etwa computergebundene Trainingsgeräte eingesetzt werden, die mikrochirurgische Eingriffe des Übenden an Tierspendeorganen auf den Bildschirm übertragen. An menschengroßen Trainingsphantomen werden realistische Krankheitsbilder simuliert, die in ihrer Vielfaltigkeit über den normalen Klinikalltag hinausgehen und somit auch seltene Komplikationen darstellen können.

 

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