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Unsere Strategie

Strategien für eine tierversuchsfreie Zukunft

Solange Tierversuche noch gesetzlich vorgeschrieben und gesellschaftlich anerkannt sind, entwickelt der Bundesverband Menschen für Tierrechte praxistaugliche Strategien und Lösungsansätze, um den überfälligen Paradigmenwechsel – hin zu einer Gesellschaft ohne Tierversuche – zu erreichen. Als strenge Richtschnur und Erfolgskontrolle für unsere Arbeit dient uns unser Maßnahmenkatalog. Er enthält fünf zwingende Handlungsfelder mit derzeit 29 Einzelmaßnahmen. Der Bundesverband fordert von Politik, Wissenschaft und Industrie ein Gesamtkonzept für den Ausstieg aus dem Tierversuch ein, dass konkrete zeitliche Vorgaben für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen enthält.

1) Massive Erhöhung der Forschungsgelder für tierversuchsfreie Verfahren in Deutschland und in der EU

2) Lehre und Forschung: Ausweitung der tierversuchsfreien Wissenschaft
Die Einrichtung von Lehrstühlen und Professuren für tierversuchsfreie Verfahren, die Etablierung tierverbrauchsfreier Studiengänge und die Einführung weiterer Forschungspreise für tierversuchsfreie Verfahren.

3) Ausweitung der Verbotsregelungen zur Reduktion der Tierversuche
Tierversuche müssen gleichzeitig drastisch reduziert werden durch erste Sofortmaßnahmen wie z.B. das Verbot von Tierversuchen für Haushaltsprodukte sowie durch ein EU-weites Vermarktungsverbot, Verbote von Tierversuchen der Kategorie „schwer“ und ein Verbot des Tierverbrauchs im Studium.

4) Erfolgskontrolle über die Zunahme tierversuchsfreier Verfahren und Abnahme der Tierversuche
Dazu ist eine Reform der Versuchstiermeldeverordnung (Erfassen aller betroffenen Tiere), die Einführung einer Jahresstatistik über Entwicklung und Anwendung tierversuchsfreier Methoden, eine rückblickende Bewertung in Form einer Schaden-Nutzen-Analyse für alle durchgeführten Tierversuche sowie die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums als Auskunftsstelle für Behörden und Wissenschaftler notwendig.

5) Ergänzende Maßnahmen
Drastische Verkürzung der zeitlichen Prozesse für Prüf- und Anerkennungsverfahren für tierversuchsfreie Verfahren, Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Länder-, bzw. Bundes- und EU-Ebene. Durch die Verbandsklage erhalten die anerkannten Tierschutzverbände das Recht, alle Genehmigungsanträge zu Tierversuchen im jeweiligen Land zu sichten, zu bewerten und ihre Einwände gegenüber den Behörden vorzubringen. Folgt die Behörde den Einwendungen nicht, kann der Verband vor Gericht klagen. Da das Tierschutzniveau in den Mitgliedsstaaten zunehmend von Brüssel festgelegt wird, sind wir Mitglied bei der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE).

Wir fordern nicht nur, sondern bringen uns aktiv ein durch:

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