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Tierversuchsstatistik

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz veröffentlicht jedes Jahr im Herbst die Tierversuchszahlen des Vorjahres in Deutschland. Seit Jahren steigen die Zahlen, der in Tierversuchen verwendeten Tiere an oder stagnieren auf einem hohen Niveau. Die steigenden Tierzahlen in bestimmten Bereichen beruhen im Wesentlichen auf einer Zunahme der Tierversuche im Bereich der Gentechnik.

Zahl der Tierversuche steigt

 Das Grundproblem ist, dass es noch immer zu wenig tierversuchsfreie Verfahren gibt. Schuld daran sind nicht etwa die mangelhaften Leistungen der tierversuchsfreien Methoden, sondern die zu geringe Forschung in diesem Bereich. Zu wenig Wissenschaftler forschen an neuen tierfreien Methoden.

Dieser Forschungszweig erhält nur einen Bruchteil der Gelder, die in die tierexperimentelle Forschung fließen. Tierexperimentell arbeitenden Wissenschaftler nutzen den Tierversuch solange dieser erlaubt ist. Läge der Forschungsschwerpunkt und das Gros der Forschungsgelder auf der Entwicklung praxisreifer tierversuchsfreier Verfahren,würden sich sehr viele Wissenschaftler in diesen Forschungsbereich einbringen.

Strategien für eine tierversuchsfreie Zukunft

Solange Tierversuche noch gesetzlich vorgeschrieben und gesellschaftlich anerkannt sind, entwickelt der Bundesverband Menschen für Tierrechte praxistaugliche Strategien und Lösungsansätze, um den überfälligen Paradigmenwechsel – hin zu einer Gesellschaft ohne Tierversuche – zu erreichen. Als strenge Richtschnur und Erfolgskontrolle für unsere Arbeit dient uns unser Maßnahmenkatalog. Er enthält fünf zwingende Handlungsfelder mit derzeit 29 Einzelmaßnahmen. Der Bundesverband fordert von Politik, Wissenschaft und Industrie ein Gesamtkonzept für den Ausstieg aus dem Tierversuch ein. Das Konzept muss konkrete zeitliche Vorgaben für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen enthalten.

☛Fünf tragende Säulen des Gesamtkonzeptes

Säule 1: Massive Erhöhung der Forschungsgelder für tierversuchsfreie Verfahren in Deutschland und der EU

Säule 2: Ausweitung von Lehre und Forschung einer tierversuchsfreien Wissenschaft
Die Einrichtung von Lehrstühlen und Professuren für tierversuchsfreie Verfahren, die Etablierung tierverbrauchsfreier Studiengänge und die Einführung weiterer Forschungspreise für tierversuchsfreie Verfahren.

Säule 3: Ausweitung der Verbotsregelungen zur Reduktion der Tierversuche
Tierversuche müssen gleichzeitig drastisch reduziert werden durch erste Sofortmaßnahmen wie z. B. das Verbot von Tierversuche für Haushaltsprodukte sowie ein EU-weites Vermarktungsverbot, das Verbot von Tierversuchen an Affen (als erster Schritt), Verbote von Tierversuchen der Kategorie „schwer“ und ein Verbot des Tierverbrauchs im Studium.

Säule 4: Erfolgskontrolle über die Zunahme tierversuchsfreier Verfahren und Abnahme der Tierversuche
Reform der Versuchstiermeldeverordnung (Erfassen aller betroffenen Tiere), Einführung einer Jahresstatistik über Entwicklung und Anwendung tierversuchsfreier Methoden, rückblickende Bewertung in Form einer Schaden-Nutzen-Analyse für  alle durchgeführten Tierversuche, Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums als Auskunftsstelle für Behörden und Wissenschaftler.

Säule 5: Ergänzende Maßnahmen
Drastische Verkürzung der zeitlichen Prozesse für Prüf- und Anerkennungsverfahren für tierversuchsfreie Verfahren, Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Länder-, bzw. Bundes- und EU-Ebene. Durch die Tierschutz-Verbandsklage erhalten die anerkannten Tierschutzverbände das Recht, alle Genehmigungsanträge zu Tierversuchen im jeweiligen Land zu sichten, zu bewerten und ihre Einwände gegenüber den Behörden vorzubringen. Folgt die Behörde den Einwendungen nicht, kann der Verband vor Gericht klagen.

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