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Verhalten der Katze

Das Beutejagdverhalten ist sehr stark ausgeprägt und resultiert daher, dass die Tiere in der Natur nicht immer erfolgreich Beute jagen, der Trieb aber dann nicht abnehmen darf. Deshalb jagen »Hauskatzen« z. B. noch Mäuse, belauern und töten sie schließlich, wenn sie längst satt sind. Kleine Beutetiere wie Mäuse halten die Katzen mit beiden Vorderpfoten nieder, mittelgroße Katzen halten sie sogar nur mit einer Pfote nieder, und töten sie durch Nackenbiss. Gefiederte und langhaarige Beutetiere werden vor dem Fraß gerupft (2).

Anstelle der Charakterisierung als »Einzelgänger« sollte man lieber sagen, »Hauskatzen« sind »Individualisten«: Unter den »Hauskatzen« gibt es zwar Einzelgänger, aber sie gründen auch größere Gruppen (Populationen), wenn das Nahrungsangebot groß genug ist (13). Bei gutem Nahrungsangebot nämlich (Müllhalden, Fischabfälle, Futterstellen) leben sie in losen Gruppen aus vorwiegend weiblichen Katzen, die häufig miteinander verwandt sind, deren Streifgebiete sich überlappen und die zum Teil gleiche Fress- und Ruheplätze nutzen (14).

Die weiblichen Katzen ziehen ihre Jungen gemeinschaftlich auf. Die Kater streifen zwischen ihnen nur lose umher. Bei guten Bedingungen tolerieren die Gemeinschaften fremde Katzen am Rande der Kolonie, die jedoch nie ganz in die Gruppe integriert werden und bei Nahrungsmangel vertrieben werden (13). Die unterschiedlichen Geschlechter treffen sich nur zur Paarungszeit, zu der sie sich aufgrund von Duftmerkmalen oder durch stimmliche Kommunikation finden (13).

Zur Paarungszeit kann es heftige Kämpfe unter den Katern geben. Bei geringem Nahrungsangebot leben dagegen alle Katzen mit Ausnahme von Müttern und ihren Jungen einzelgängerisch. Während sich die Männchen beim Erreichen der Geschlechtsreife meist zerstreuen und neue Reviere aufsuchen, bleiben die Weibchen im Revier der Mutter und vergrößern so die Gruppe (12).

In Großstädten werden z. B. in Industriegebieten auch schon mal größere Kolonien gebildet, in denen es eine klare Rangordnung kleinerer, von weiblichen Katzen geleiteten Gruppen gibt (12). Beim Fressen gibt es dagegen keine klare Rangordnung wie z. B. in einem Hunderudel: Hier frisst der Ranghöchste zuerst, die rangniederen Tiere - Ängstliche und Schwache - bekommen zum Schluss die Reste (13).

Jedoch hat jede Katze ein eigenes Jagdrevier, im Gegensatz zu Großkatzen jagen sie allerdings nicht in Gemeinschaft. In der Natur werden dafür Steine, Baumstümpfe, Erdhaufen oder andere Stellen mit Kot markiert und erhöhte Stellen mit Urin bespritzt. Auch Kratzspuren werden hinterlassen. Die trainieren gleichzeitig Muskeln, Bänder und Sehnen (13). So wird auch eine Kommunikation untereinander möglich. Die Duftmarken sind haltbar und müssen nicht ständig erneuert werden (13).

Das Revier des Katers ist meist größer als das der Katze, es kann sich mit anderen Katzenrevieren überschneiden. Beim Durchzug einer anderen Katze versucht der Revierbesitzer soweit möglich, Nase und After des Fremdlings zu kontrollieren. Zu Brunftzeiten kann es jedoch auch zu Revierkämpfen kommen.

Weiterlesen: Kommunikation
Quellen

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