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Statement zu Tierversuchen mit Hunden

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte lehnt Tierversuche aus ethischen, medizinischen und methodischen Gründen ab.

Welche ethischen Gründe sprechen gegen Tierversuche?
Tiere, die in Versuchen eingesetzt werden, kennen Freude und Trauer, sie empfinden Schmerz und Angst. Sie haben ein Recht darauf, vor menschlicher Gewalt und Willkür geschützt zu werden. In jeder Religion und Moralphilosophie wird das Quälen und leidvolle Töten von Mitgeschöpfen als unmoralisch bezeichnet und untersagt. Bloßes Nützlichkeitsdenken kann und darf kein ärztliches Prinzip sein. Die Verwendung von wehrlosen Tieren aller Art als Wegwerf-Messinstrumente für Forschung und Wissenschaft ist unmoralisch.

Welche medizinischen Gründe sprechen gegen Tierversuche?
Die Krankheiten des Menschen können durch Tierexperimente weder in ihren wirklichen Ursachen erforscht noch geheilt werden. Das sogenannte »Modell« der Krankheit am künstlich krank gemachten »Versuchstier« hat außer gewissen Symptomen nur wenig mit der menschlichen Erkrankung gemein, die auch psychische, genetische, ernährungs- und umweltbedingte Ursachen hat. Im Tierexperiment lassen sich diese Einflüsse nicht ausreichend darstellen. Das Zusammenwirken dieser Faktoren kann im Tierversuch nicht nachempfunden werden.

Welche methodischen Gründe sprechen gegen Tierversuche?
Die Ergebnisse von Tierexperimenten lassen sich nicht mit der nötigen Sicherheit auf den Menschen übertragen. Das Tierexperiment kann keine wirklich verwertbare Aussage darüber machen, ob und inwieweit der menschliche Organismus und der vom Tier vergleichbar reagieren. Es lässt lediglich eine Hypothese zu, die durch Untersuchungen am Menschen bewertet werden muss. Vorher ist jede Aussage zur Übertragbarkeit der Ergebnisse Spekulation. Eine Folge dieser wissenschaftlich fragwürdigen Extrapolation vom »Versuchstier« auf den Menschen sind die vielen für sicher gehaltenen Medikamente, welche in den letzten Jahrzehnten trotz ausgedehnter tierexperimenteller Erprobung wieder vom Markt genommen werden mussten, weil sie beim Menschen - im Gegensatz zum Tier - schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen. Beispiele hierfür sind der Cholesterinsenker Lipobay (vom Markt genommen im Sommer 2001), das Schmerzmittel Vioxx (vom Markt genommen im September 2004) sowie der Blutstiller Trasylol (Vermarktungsstopp seit November 2007).

Quellen

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