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Kompetenzzentrum statt Tierversuche

Kompetenzzentrum_Webseite

Unter dem Motto "Kompetenzzentrum statt Tierversuche" hat unser Bundesverband eine Online-Petition für die Einrichtung eines zentralen Wissenszentrums gestartet. Dieses soll von Bund und Ländern getragen werden und schnell und unkompliziert Wissen zur Beurteilung von Tierversuchsanträgen besonders für die Behörden zur Verfügung stellen. Wir erachten dies als eine unverzichtbare Maßnahme bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie und als wirksames Mittel zur Reduktion von Tierversuchen sowie zur Förderung tierversuchsfreier Verfahren.

Nachweise für Unerlässlichkeit bleiben die Antragsteller oft schuldig

Das Tierschutzgesetz verlangt, dass Tierversuche nur dann durchgeführt werden dürfen, wenn es keine tierversuchsfreien Verfahren gibt. Außerdem sollen die Tierexperimente unerlässlich sein und, so fordert der Gesetzgeber weiter, der Antragsteller soll eine Schaden-Nutzen-Abwägung vorgenommen haben, deren Ergebnis die ethische Vertretbarkeit des Experiments belegt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Antragsteller diese Nachweise nur in seltenen Ausnahmefällen erbringen. Umso mehr ist dann die Genehmigungsbehörde gefordert, auf aktuelle Wissensbanken schnell und unkompliziert zugreifen zu können, um die Mängel des Antrags zu belegen. Genau das kann die Behörde heute aber häufig nicht, weil ein schneller Zugriff auf einen solchen Wissenspool nicht möglich ist. Auch ZEBET, die 1989 im heutigen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eingerichtete Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch, ist für diese Aufgabe personell völlig unzureichend ausgestattet. Allein um die zukünftigen zusätzlichen Arbeiten, die durch die Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie auf ZEBET im nächsten Jahr zukommen, sind nach Angaben der Bundesregierung mindestens acht zusätzliche Arbeitsplätze einzurichten.

Behörden haben zu wenig Personal

Die Praxis zeigt: Die Behörden stehen bei der Beurteilung der Tierversuchsanträge unter erheblichem Zeitdruck, weil sie personell unterbesetzt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Prüfung der Angaben, ob die rechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung des Versuchs erfüllt sind, ein ständig wachsendes Wissen voraussetzt. Mittlerweile kann kaum eine Einzelperson, und sei sie noch so kompetent, diese Kenntnisse vorrätig halten. Zwar gibt es inzwischen einige Datenbanken und Rechercheanleitungen, um der Frage nach vorhandenen Alternativen nachzugehen. Die Recherche selbst bleibt aber zeitaufwändig und erfordert spezifische Kenntnisse. Für die elementare Schaden-Nutzen-Analyse zur Beurteilung ethischer Fragestellungen, stehen aber keine praxistauglichen Leitfäden zur Verfügung, so dass so gut wie kein Tierversuchsantrag die gesetzlich geforderte Güterabwägung nach anerkannten wissenschaftlichen Regeln beinhaltet.

Tierversuche: Das Kompetenzzentrum bringt uns ihrem Ende näher

Das von uns geforderte Kompetenzzentrum würde ermöglichen, dass bei der Prüfung von Tierversuchsanträgen geltendes Recht und aktuelle Wissensstände in vollem Umfang und nach einheitlichen Kriterien angewendet werden. Durch das Bereitstellen der jüngsten Forschungs-entwicklungen und kompetenter Ansprechpartner würde das Kompetenzzentrum somit auch unmittelbar zur Reduktion der Tierversuche und der Verbreitung tierversuchsfreier Methoden beitragen. Das Kompetenzzentrum steht nicht im Widerspruch zur Grundposition des Bundesverbandes, der als Ziel das Ende aller Tierversuche vehement verfolgt. Es ist ein Mittel auf dem Weg zum Ziel. Bitte unterstützen Sie unsere Petition!

Hier können Sie die Petition unterschreiben.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung vom 26.07.2012

Um die Petition zu verbreiten, können Sie sie auf Ihrer Webseite verlinken - hier finden Sie weitere Infos: www.tierrechte.de/helfen/petitionen-verlinken

Falls Sie Unterschriften mit einer Liste sammeln möchten, können Sie sich eine Unterschriftenliste als PDF herunterladen unter: www.tierrechte.de 

In eigener Sache: 

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte lehnt Tierversuche aus ethischen, medizinischen und methodischen Gründen ab. Das Hauptziel ist der vollständige Ausstieg aus dem Tierversuch. Eine wirkungsvolle Strategie, um dieses Ziel zu erreichen, sieht der Verband in der konsequenten Förderung der tierversuchsfreien Forschung. Die Einforderung eines Kompetenzzentrums steht dazu nicht im Widerspruch. Denn nur ein solches Kompetenzzentrum ermöglicht, dass bei der Prüfung von Tierversuchsanträgen geltendes Recht und aktuelle Wissensstände in vollem Umfang und nach einheitlichen Kriterien angewendet werden. Durch das Bereitstellen der jüngsten Forschungsentwicklungen trägt das Kompetenzzentrum unmittelbar zur Reduktion von Tierversuchen und zur Verbreitung tierversuchsfreier Methoden bei.

Fotos: 
Maus: Metzger, Fotolia.com
Beagle: Jiri Patava, Fotolia.com

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