Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

EU-Kommissar bestätigt das Aus für Tierversuche in der Kosmetik

EU-Kommissar bestätigt das Aus für Tierversuche in der Kosmetik

Das Ende der Tierversuche für die Kosmetik, für das sich der Bundesverband zusammen mit seinem Europäischen Dachverband, der Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), seit Jahren einsetzt, ist greifbar. Am 30.Januar 2013 bestätigte EU-Kommissar Tonio Borg das endgültige Aus für Tierversuche in der Kosmetik.

Die Bestimmungen der EU-Kosmetik-Richtlinie würden termingerecht im März in Kraft treten. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte ist erleichtert, dass nach nunmehr 30-jährigem Ringen das lang benötigte Vermarktungsverbot von tierexperimentell getesteter Kosmetik EU-weit endlich greift.

„Damit geht ein langes Kapitel unseres Kampfes erfolgreich zu Ende. Seit 1998 wurde das Verbot permanent verschoben. Das Verbot gibt wichtige Impulse für die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden. Das wird auch positiv auf die Prüfung von Chemikalien ausstrahlen“, unterstreicht Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundeverbandes Menschen für Tierrechte.         

Laut 7. Änderung der Kosmetik-Richtlinie tritt ab 11. März 2013 die letzte Stufe des Vermarktungsverbots für in Tierversuchen getestete Kosmetika und deren Inhaltsstoffe in Kraft – damit gibt es EU-weit keine an Tieren getestete Kosmetik mehr. Das Verbot betrifft auch den Import von Kosmetika, die außerhalb der EU im Tierversuch geprüft wurden. Vor gut zwei Jahren wurde bekannt, dass die EU-Kommission die Frist verlängern und als „Ausnahmen“ deklarierte Tierversuche auch zukünftig zulassen wollte.

no_cruel_cosmeticsDie Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE), der der Bundesverband angeschlossen ist, startete daraufhin die EU-weite Kampagne  „Nein zu Tierqual-Kosmetik“. In Deutschland riefen die Mitgliedsorganisationen Bundesverband Menschen für Tierrechte, Ärzte gegen Tierversuche und Deutscher Tierschutzbund die Bürger zur Kampagnen-Beteiligung auf. So konnten im Herbst 2012 rund eine viertel Millionen Unterschriften zur Beibehaltung des Verbots an den Petitionsausschuss des EU-Parlaments übergeben werden. Der Bundesverband dankt allen, die sich beteiligt haben und unterstreicht, wie notwendig öffentliche Proteste sind.

Tierversuchsfreie Verfahren: die Industrie braucht den Druck

Der Bundesverband begrüßte die Äußerungen Tonio Borgs. Zusammen mit anderen europäischen Tierversuchsgegnern hatte der Bundesverband am 18.10.2012 242.000 Unterschriften für das Vermarktungsverbot und die konsequente Umsetzung der Richtlinie übergeben. Schon bei der Anhörung im EU-Parlament sagte Tonio Borg, dass er sich für das Inkrafttreten der letzten Stufe der Kosmetikrichtlinie einsetzen würde und er weder Ausnahmen noch einen Aufschub zulassen wolle. Ohne das Vermarktungsverbot hätte die Industrie zu wenig Druck, um tierversuchsfreie Testverfahren zu entwickeln.

Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »