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Statement: Günter Verheugen

Der Bundesverband hat den ehemaligen EU-Kommissar Günter Verheugen um ein aktuelles Statement gebeten, das er uns am 6. März 2013 freundlicherweise sehr kurzfristig gab.

"Der 11. März 2013 ist für den Tierschutz in Europa ein wichtiger Tag. Das vollständige Vermarktungsverbot für Kosmetika, die an Tieren getestet wurden, in der Europäischen Union ist ein Meilenstein im Kampf gegen unnötige Tierversuche.

Die Bedeutung der Kosmetik-Richtlinie geht weit über den Kosmetikmarkt hinaus. Die Richtlinie hat zu großen neuen Forschungen im Bereich alternativer Testmethoden geführt, die Tierversuche auch in anderen Bereichen ersetzen können.

Ich habe mich während meiner Amtszeit als Industriekommissar intensiv um die Entwicklung einer Partnerschaft zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bemüht, um die Verringerung von Tierversuchen zu einem gemeinsamen europäischen Ziel zu machen.

Ich glaube, dass sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt hat. Das Thema "alternative Testmethoden" hat auch eine große Rolle bei der Diskussion um die Chemikalien-Richtlinie "REACH" gespielt.

Ich war mit dem Ergebnis nicht zufrieden, weil die Abwägung in vielen Punkten zulasten des Tierschutzes ausgefallen ist. Für mich ist deshalb wichtig, dass bei der bevorstehenden Überprüfung von REACH genau untersucht wird, ob REACH -wie von vielen Tierschützern und mir befürchtet - die Zahl der Versuchstiere vergrößert hat. Falls ja, sollte die Überprüfung besonderes Gewicht auf die Verringerung von Tierversuchen legen."

Lesen Sie auch das Interview mit Günter Verheugen vom Februar 2009, indem er auführlich auf das Thema Kosmetik und Tierversuche eingeht.

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