Das Versuchstier des Jahres

Auf Vorschlag seiner Mitgliedsvereine ernennt der Bundesverband Menschen für Tierrechte in jedem Jahr ein »Versuchstier des Jahres«. Damit wollen wir die Tierversuche, die an einer bestimmten Tierart durchgeführt werden, öffentlich machen.
Wir zeigen auf, welche Leiden den Tieren im Labor zugefügt werden, wie ihr Leben in Freiheit aussehen würde und welche Möglichkeiten zur Forschung ohne den Einsatz von Tieren bestehen.
Unter den Vorschlägen für das Jahr 2011 hat sich die Jury des Bundesverbandes für den Vorschlag von »Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.« entschieden und den Krallenfrosch (Xenopus laevis) zum Versuchstier des Jahres 2011 ernannt. Er wird sehr häufig in Tierversuchen eingesetzt und muss vor allem für Ausbildungszwecke von Studenten an Universitäten sein Leben lassen.
Seit 2003 ernennt der Bundesverband in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsvereinen das „Versuchstier des Jahres“. Zu den Versuchstieren vergangener Jahre gab es bislang Erfolge zur Goldorfe (2003), zur „Muschelmaus“ (2006) und zum Kaninchen (2009) zu verzeichnen. Der Tierversuch mit der Süßwasserfischart Goldorfe zur Bestimmung der Giftigkeit von industriellem Abwasser wurde durch ein Testverfahren an Fischeiern ersetzt. Zur Ermittlung von Algengiften in Muscheln zum Verzehr erkannte die EU bislang lediglich einen Mäuseversuch an, stellte 2010 jedoch die Weichen zur EU-weiten Anwendung eines tiereinsatzfreien physikalisch-chemischen Verfahrens. Statt des Kaninchenversuchs zur Prüfung von Medikamenten auf fieberauslösende Substanzen wurde in 2010 ein sogenannter In-vitro-Pyrogentest mit menschlichem Blut bindend vorgeschrieben.
Bisherige Versuchstiere des Jahres waren:2011: Der Krallenfrosch
2010: Das Schwein
2009: Das Kaninchen
2008: Die Ratte im Alkoholversuch (2)
2007: Die Ratte im Alkoholversuch
2006: Die "Muschelmaus"
2005: Der Javaneraffe (2)
2004: Der Javaneraffe
2003: Die Goldorfe
Mehr zu den Versuchstieren der Jahre 2003-2010 erfahren Sie unter: www.versuchstier-des-jahres.org





