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Botox: Grausame Tierversuche für eine fragwürdige Schönheit

Botox bzw. Botulinumtoxin A ist ein Nervengift, das wir vom prallen Lächeln der Stars kennen. An bestimmten Stellen injiziert, lähmt es drei bis acht Monate die Gesichtsmuskeln und mindert so Stirn- oder Lachfalten. Die grausame Wahrheit jenseits der Schönheitssalons ist, dass für das Verjüngungs-Gift Botox jährlich schätzungsweise 600.000 Mäuse qualvoll sterben müssen - denn jede Produktionseinheit wird extra im Tierversuch gestestet. Dabei wird den Mäusen das hochgiftige Nervengift in verschiedenen Verdünnungen in die Bauchhöhle gespritzt.

Leiden im LD-50 Test
Bei dem sogenannten LD-50 Test soll so die Konzentration ermittelt, werden, bei der die Hälfte der Tiere stirbt. Die Mäuse leiden bis zu vier Tagen unter qualvollen Krämpfen und ersticken letzlich, da das Gift zu einer Atemlähmung führt. Das Verbot für Kosmetik-Tierversuche greift für Botox-Produkte nicht, da sie auch zu medizinischen Zwecken zugelassen sind. Dabei gibt es längst tierversuchsfreie in vitro-Verfahren, die die grausamen Versuche ersetzen können.

Allein in Deutschland starben bis Ende 2015 jährlich über 30.000 Mäuse qualvoll für die Produkte Xeomin und Bocouture, die die Kosmetik-Firma Merz vom Hamburger Auftragslabor LPT durchführen ließ. Ab Anfang Dezember 2015 hat Merz die Zulassung für eine neue tierversuchsfreie Botox-Testmethode erhalten. Die US-Firma Allergan nutzt bereits seit 2001 ein tierversuchsfreies in vitro-Verfahren für seine Botox-Produkte. Alle Tests sind jedoch nur  für die spezifischen, von Allergan  und Merz hergestellten Produkte erlaubt, nicht jedoch für die Botulinumtoxin-Produkte anderer Hersteller.

Nötig ist ein Allroundtest für alle Botulinumtoxin-Typen
Um sicherzugehen, dass die grausamen Botox-Tests grundsätzlich beendet werden, ist es deswegen nach Ansicht des Bundesverbandes notwendig, dass schnellstens ein Allroundtest für alle Botulinumtoxin-Typen anerkannt wird. Dieser Test existiert bereits: Das Verfahren, das das Forscherteam um den Potsdamer Professor Gerhard Püschel entwickelt hat, beruht nicht wie üblich auf einem immunologischen Verfahren, sondern auf einer genetisch veränderten Nervenzelllinie. Es wäre für alle Entwickler frei zugänglich und nicht durch ein Patent geschützt. Das Problem ist jedoch, dass für die Zulassung des Tests zunächst eine kostenintensive Validierungsstudie durchgeführt werden muss. Deswegen fordert der Bundesverband, dass die Regierung oder ein Wissenschaftskonsortium schnellstmöglich die nötigen Gelder zur Verfügung stellen, damit das tierverbrauchsfreie Botulinum-Testverfahren von Professor Püschel anerkannt wird. Am besten wäre es, ein spezielles Förderprogramm für Validierungsstudien einzurichten. Lesen dazu unsere Pressemittelung vom 24. November 2015.

Die Leiden der Tiere im LD-50 Test
Hier sehen Sie Aufnahmen einer Undercover-Recherche unserer britischen Partnerorganisation, der Britischen Union zur Beendigung von Tierversuchen (BUAV). Diese wurden in einem Tierversuchslabor im Wickham in Hampshire aufgenommen und zeigen die extremen Leiden der Tiere in den LD-50 Test, mit denen das Botulinumtoxin getestet wird. Die überlebenden Tiere werden mit Gas getötet.

 

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