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Wie wird das Konzept in der Praxis beurteilt?

Das von der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben entwickelte Konzept basiert auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie praktischen Erfahrungen und wird mittlerweile auf Landesebene von den zuständigen Ministerien Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen empfohlen. Auch vergaben allein in 2007 die Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz einen Teil ihrer Tierschutzpreise für vorbildliches Stadttaubenmanagement in einzelnen Städten.

Im Sommer 2007 führte der Bundesverband Menschen für Tierrechte eine Städtebefragung bei den Kommunen durch, die das Konzept umsetzen. Befragt wurden die zuständigen kommunalen Stellen und/oder die in das Projekt eingebundenen Organisationen in 35 Städten in acht Bundesländern (Anmerkung: Seither sind weitere Städte eingestiegen). Demnach haben sich sowohl Kommunen mit 20.000 als auch solche mit über 600.000 Einwohnern für diese Form der Populationskontrolle entschieden. Darunter sind Städte, die das Konzept seit Jahren umsetzen - wie Aachen und Augsburg, durch die das Konzept als »Aachener« bzw. »Augsburger Modell« bekannt wurde - und die mehrere Schläge unterhalten, sowie Städte, die gerade begonnen haben. Besonders erfreulich: Auch Städte, die ihre Taubenpopulationen früher durch Tötungen zu kontrollieren versuchten, haben auf das Konzept umgestellt.

Die Antworten liefern zusammenfassend ein positives Bild:

  • Durchweg begrüßen Behördenvertreter und Tierschützer das Konzept.

  • Erfolg (gemessen an der Bindung der Tauben an die Schläge, der Ei-Ablage und der Geburtenkontrolle durch Gelege-Austausch sowie an der Kotansammlung im Schlag) stellt sich bereits ein, sobald Tauben in einer Stadt an einen Schlag gebunden werden konnten, der an einem »Brennpunkt« bzw. zentralen Ort hinsichtlich Beschwerden eingerichtet wurde.

  • Als Erfolg werten die Kommunen auch den Rückgang der Bürgerbeschwerden.

  • In den meisten Orten arbeiten die Behörden mit Tierschutzvereinen zusammen; häufig übernehmen die Kommunen den Großteil der Kosten und die Tierschützer die praktische Betreuung.

  • Die Spannbreite der ausgetauschten Eier reicht von 6 bis 6.000 pro Jahr.
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