Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4

Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es?

Der Ärger über verkotete Balkone sowie die Notwendigkeit einer Bestandskontrolle der Stadttaubenpopulation werden nicht in Frage gestellt. Wichtig für eine Problemlösung ist jedoch, dass Zusammenhänge und Ursachen erkannt und tierschutzgerechte sowie nachhaltige Lösungen gefunden werden.

Die im Folgenden beschriebenen Einzelmaßnahmen müssen als integratives Gesamtkonzept zum Tragen kommen. Zur Umsetzung des Konzeptes sollten sich in den Kommunen Arbeitsgruppen aus Vertretern der Kommunalverwaltung und Politik sowie den örtlichen Natur- und Tierschutzorganisationen bilden. Wichtig ist die Einbeziehung der Bürger und der Medien. Im Vorhinein empfiehlt sich eine fundierte Bestandserhebung, welche die tatsächlich vorhandene Taubenpopulation ermittelt und Zahlenwerte sicherstellt, da oft nur Schätzungen über die Größe der Taubenschwärme existieren. Tierschutzorganisationen und Kommunen sollten hier zusammenarbeiten.

Dieses Konzept bietet nicht nur eine tierschutzgerechte Lösung, sondern langfristig gesehen auch eine wirtschaftliche:

  1. Mit der Einrichtung von Taubenschlägen werden den Tieren gezielt Nistplätze und artgerechtes Taubenfutter angeboten, um die befruchteten Eier gegen Ei-Attrappen auszutauschen. So kann eine Art »Geburtenkontrolle« stattfinden, da bei diesen betreuten Tauben weiterer Nachwuchs wesentlich reduziert wird.

  2. Anstelle von Fütterungsverboten wird an geeigneten Orten in den Kommunen eine kontrollierte Fütterung durchgeführt. Statt einer Kriminalisierung der Fütterer werden diese sinnvoll in das Konzept eingebunden.

  3. Im Bedarfsfall können ungefährliche Hormonpräparate (Taubenpille) zur zeitweisen Unterbindung der Fortpflanzungsfähigkeit eingesetzt werden. Bisher ist jedoch noch kein entsprechendes tier- und umweltverträgliches Präparat auf dem Arzneimittelmarkt zugelassen. Generell gilt es bei derartigen Eingriffen in die Natur viele Aspekte zu berücksichtigen, wie z. B Aufnahmemöglichkeiten durch andere Tiere oder potenzielle Belastungen von Gewässern.

  4. »Taubenzucht« und »Taubensport« gehören durch den Zuflug von verirrten und erschöpften Tieren zu den direkten Verursachern des Stadttauben-Problems. Neben konkreter Hilfe für die heute in den Städten lebenden Tiere muss durch Gesetzesvorschriften auch an diesen Ursachen angesetzt werden.

  5. Grundsätzlich bedarf die Umsetzung des Konzeptes einer Zusammenarbeit von Bürgern, Kommunen, Tierschützern und Medien. Aufklärung und effiziente Lösungen statt Hetzkampagnen sind für ein konfliktfreies Miteinander von Mensch und Tier nötig.
Facebook Twitter You Tube E-Mail schicken

Kostenloser Newsletter

Immer über tagesaktuelle Entwicklungen, Hintergrundinformationen, Pressemitteilungen sowie über Tierrechts-Kampagnen und Mitmach-Aktionen informiert sein.

Jetzt Gratis-Infos bestellen »