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Städtebefragung bestätigt Erfolg des Konzept

Unser Bundesverband ist schon jahrelang überzeugt vom Königsweg der Umsetzung des »Konzepts zur tierschutzgerechten Regulierung von Stadttaubenpopulationen«, das von der uns angeschlossenen Bundesarbeitsgruppe Stadttauben (BAG) entwickelt wurde. Jetzt ist die Überzeugung noch untermauert worden: Der Bundesverband hat eine erste Städtebefragung durchgeführt, die den Erfolg des Konzeptes bestätigt.

Das Konzept beruht auf: Bindung der Tauben an Schläge, kontrollierte Fütterung sowie Geburtenkontrolle durch Austausch der Gelege mit Ei-Attrappen. Sobald die Tauben durch regelmäßige Fütterung an die Schläge gebunden sind, halten sie sich dort den Großteil des Tages auf und nisten.

 

Das führt zu folgendem Erfolg:

  • Die Vermehrung der Tauben reduziert sich.
  • Die Verschmutzung in den Städten verringert sich, da bis zu 80 Prozent des Kotes in den Schlägen ausgeschieden werden.
  • Die Tauben sind satt und durch das artgerechte Futter auch gesund.


Die erste aktuelle Städtebefragung fand in den Sommermonaten 2007 statt. Befragt haben wir 35 Städte in acht Bundesländern. Demnach sind sowohl Kommunen mit 20.000 Einwohnern als auch mit über 600.000 - wie vor einigen Monaten Frankfurt am Main - eingestiegen. Darunter sind Städte, die das Konzept bereits seit Jahren umsetzen und mehrere Schläge unterhalten sowie Städte, die erst kürzlich angefangen haben. Besonders erfreulich: Auch Städte wie Mannheim, die noch vor kurzer Zeit die Taubenpopulationen durch Tötungen zu kontrollieren versuchten, haben mittlerweile auf das BAG-Konzept umgestellt.

Wissen wollten wir eine ganze Menge, u. a. die Gesamtzahl der Stadttauben, die Kosten für das Projekt sowie für ehemalige Maßnahmen, die Regelung der Betreuung der Schläge, aufgetretene Probleme, Maßnahmenerfolge, weitere Vorhaben, Wünsche oder ob ein kommunales Fütterungsverbot verhängt wurde. Die Antworten haben uns Vertreter der Kommunen und/oder der ins Projekt eingebundenen Tierschutzorganisationen gegeben.

Die wichtigsten Ergebnisse liefern ein positives Bild:

  • Durchweg begrüßen Behördenvertreter und Tierschützer das Konzept.
  • Erfolg (Bindung der Tauben an Schläge, Ei-Ablage und Geburtenkontrolle durch Gelege-Austausch, Kotansammlung im Schlag) stellt sich bereits ein, sobald nur ein Prozent von der Gesamtzahl der Tauben in einer Stadt an einen Schlag gebunden ist bzw. Tauben an Orten gebunden werden, die immer wieder zu öffentlichen Ärgernissen wurden.
  • Als Erfolg werten die Kommunen bereits auch den Rückgang der Bürgerbeschwerden.
  • In den meisten Orten arbeiten die Behörden mit Tierschutzvereinen zusammen; häufig tragen die Kommunen den Großteil der Kosten und die Tierschützer übernehmen die praktische Betreuung.
  • Die Spannbreite der ausgetauschten Eier pro Jahr reicht von 6 bis 6.000.


Doch auf Erfolgen und Bestätigungen sollte man sich bekanntlich nicht ausruhen. Das Konzept braucht noch größere Bekanntheit! Um diese zu forcieren, referierten Vertreterinnen des Bundesverbandes sowie der BAG Anfang November auf einer Fachtagung zu Stadttauben an der Universität Duisburg-Essen. Zudem sind wir an den Deutschen Städtetag und den Deutschen Städte- und Gemeindebund herangetreten. Vor allem werden aber hoffentlich bald auch die ersten Auszeichnungen durch diesjährige Tierschutzpreis-Vergaben (siehe nebenstehenden Beitrag) weitere Kommunen beflügeln, in das Konzept einzusteigen und somit den dringend notwendigen Frieden zwischen dem Symboltier und den Städtern herbeizuführen.

Stephanie Elsner

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