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Koalitionsverhandlungen: Bundesverband fordert konkrete Maßnahmen für tierversuchsfreie Forschung

Mit Blick auf die letzten „Großen Runden“ der Koalitionsparteien in der nächsten Woche, hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte CDU, CSU und SPD aufgefoerdert, konkrete Maßnahmen zur Förderung tierversuchsfreier Methoden und zur Reduktion der Tierversuche im Koalitionsvertrag festzulegen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Umwelt und Landwirtschaft sind lediglich eine Absichtserklärung zur Intensivierung der Erforschung von tierversuchsfreien Methoden durch die Stärkung der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch (ZEBET).

In einem Schreiben an die Mitglieder der Arbeitsgruppe forderte der Verband seinem Schreiben vom  22.11.13, die Aufnahme von zwei konkreten Maßnahmen in den Koalitionsvertrag:

1. Einrichtung eines Kompetenzzentrums, das das nötige Wissen zu Tierversuchen und tierversuchsfreien Methoden erfasst und zur Verfügung stellt.

2. Der Forschungsetat für tierversuchsfreie Methoden muss mindestens dem für tierexperimentelle Methoden entsprechen.

„Das Kompetenzzentrum ist ein unverzichtbarer Wissenspool, um Tierversuchsanträge umfassend auf ihre rechtliche Zulässigkeit prüfen zu können und um die Anwendung tierversuchsfreier Verfahren voranzubringen. Außerdem ist die Angleichung des Forschungsetats für tierversuchsfreie Methoden unbedingt notwendig, damit die neuen Verfahren überhaupt eine Chance gegenüber den etablierten Tierversuchen haben. Das haben wir Frau Merkel, Herrn Gabriel und Herrn Seehofer heute in unserem Brief mitgeteilt“, so Dr. Christiane Baumgartl-Simons, stellvertretende Vorsitzende.

Schon seit Jahren sind sich alle Parteien einig, tierversuchsfreie Methoden fördern und Tierversuche reduzieren zu wollen. Jedoch hat bisher keine Partei ein wirksames Konzept hierzu vorgelegt. Tatsache ist, dass die Tierversuchszahlen jedes Jahr weiter steigen und der Forschungsetat für tierversuchfreie Methoden deutlich unter 10 Millionen Euro pro Jahr liegt. Zum Vergleich: Die zwei großen Tierversuchslabore, die derzeit mit öffentlichen Geldern in München gebaut werden, kosten 175 Millionen Euro!

Unser Schreiben an Angela Merkel, Sigmar Gabriel, Horst Seehofer, Johanna Wanka, Doris Ahnen, Katharina Reiche und Ute Vogt können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Bundesverband erinnert SPD an Wahlaussagen zum Tierschutz

Schon im Vorfeld hatte der Verband die SPD Anfang November 2013 an ihre Wahlaussagen zum Tierschutz erinnert. Es gelte jetzt, die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage auf Bundesebene, ein wirksames Förderprogramm für die tierversuchsfreie Forschung, effiziente Maßnahmen zur Reduktion der Tierversuche und einschneidende Haltungsverbesserungen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung in den Arbeitsgruppentreffen zu verteidigen und im Koalitionsvertrag festzuschreiben.

Unser Schreiben an Ministerin Doris Ahnen und Ute Vogt (vertreten die SPD in der Großen Runde und leiten die Arbeitsgruppen Forschung bzw. Landwirtschaft) können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Hier lesen Sie unsere Pressemitteilung vom 23.10.2013 "Koalitionsverhandlungen: SPD soll Tierschutzprogramm durchsetzen".

 

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