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Buchrezension: Labormaus Minnie hat es satt

cover labormaus miniEine interessante Strategie verfolgt die Buchautorin, die jahrelange tierschutzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Claudia Hämmerling. Mit ihrer Kinderbuchreihe macht sie die Leiden der Tiere in Massentierhaltung, Zirkus und in Tierversuchsforschungsanstalten zum Thema. Indem sie den Tieren selbst die Stimme gibt wird es so manchem Leser und mancher Leserin leichter möglich, sich in die Situation der betroffenen Tiere hineinzuversetzen. Im Jahr 2014 waren es gemäß amtlicher Versuchstierstatistik allein rund 2.8 Millionen Versuchstiere. Kinder werden sanft an das Thema herangeführt.

In leicht verständlicher Kinderbuchsprache erzählt sie in "Labormaus Minnie hat es satt" über eine außergewöhnliche „Labor“maus, die durch eine gentechnische Manipulation auffallend groß und vor allem klug geworden ist. Das Nagetier versteht die Sprache der Menschen und daher auch die Tötungsabsicht des Forschungsleiters „…eine einzelne Riesenmaus würde das Ergebnis verfälschen – kümmern Sie sich um die Entsorgung…“. Minnie entkommt und findet zunächst Unterschlupf bei einer Mäusefamilie. Dort lernt sie die tierlieben und aufgeweckten Kinder Arne und Laura kennen, mit denen sie sich durch Tänzeln auf der Computertastatur verständigen kann. Gemeinsam mit weiteren tierlieben Menschen und anderen Tieren beschließen sie, etwas gegen die Tierversuchsindustrie zu unternehmen und den tierversuchsfreien Methoden zum Erfolg zu verhelfen.

Erfahrungen werden zu einer Abenteuergeschichte
Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser/die Leserin nebenbei so Einiges über das Elend verwilderter Katzen und von Hühnern in Legehenneneinrichtungen. Die Autorin hat ihre langjährigen Erfahrungen aus der Zeit ihrer Arbeit als tierschutzpolitische Sprecherin gekonnt zu einer Geschichte verwoben. Dabei gelingt es ihr, die menschlichen Charaktere darzustellen, ohne mit dem moralischen Zeigefinger daher zu kommen. In einfacher Sprache lässt sie die Figuren die Argumentationen für und wider den Tierversuch formulieren und enttarnt so die Wissenschaft als ein sich selbst erhaltendes System, das immer wieder mit der Bedeutung für die Heilung menschlicher Erkrankungen argumentiert ohne jedoch hierfür den Beweis antreten zu müssen.

Das Buch ist im Verlag tredition erschienen, Taschenbuch, ISBN-10: 3734542146, ISBN-13: 978-3734542145, 140 Seiten, 11,95 Euro

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