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Warum sollen Tiere geklont werden?

Neben dem Forscherdrang, Neues auszuprobieren, sollen geklonte »Hochleistungstiere« mehr Milch und Fleisch, also letztlich mehr Geld, liefern. Gentechnisch veränderte Tiere, deren Weiterzucht auf konventionellem Weg oft nicht gelingt, sollen durch Klonen »in Serie« gehen. Auch bei diesen transgenen Tieren steht oft die Leistungssteigerung - und damit der Profit - im Vordergrund.

In der medizinischen Forschung sollen als »Organspender« vorgesehene genmanipulierte Schweine durch Klonen vermehrt werden, ebenso wie transgene Schafe oder Ziegen, die in ihrer Milch u. a. menschliche Blutgerinnungsfaktoren oder industriell nutzbare Eiweiße produzieren.

Bedrohte oder bereits ausgestorbene Tiere sollen wieder zum Leben erweckt werden, wobei sich niemand zu fragen scheint, wo diese Tiere leben sollen, wenn ihr Lebensraum nicht mehr existiert oder mehr und mehr zerstört wird. Und manche Menschen können sich nicht damit abfinden, dass Leben endlich ist und möchten ihren Hund oder ihre Katze nach deren Tod geklont haben.

Welche Folgen hat das Klonen für die Tiere?

Auch wenn weltweit Forscher daran arbeiten, Tiere erfolgreich zu klonen, ist das Ergebnis bislang äußerst dürftig. Die Stellungnahme der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA zitiert einige Studien, in denen von mehreren Tausend Versuchen, Rinder zu klonen, lediglich in 9 Prozent der Fälle lebende Kälber zur Welt kamen, von denen einige kurz nach der Geburt starben. Bei Schweinen kann die »Erfolgsrate« beim Klonen unter 1 Prozent liegen. Die geschätzte Zahl der 2007 weltweit lebenden geklonten Rinder beträgt etwa 4.000 (davon etwa 100 in der EU), die Zahl der geklonten Schweine liegt etwa bei 1.500 (davon in der EU weniger als 100).

Die wenigen geklonten Tiere, die bis zur Geburt überleben, weisen häufig gesundheitliche Schäden auf. Bei Rindern, Schafen und Ziegen weist ein Teil der geklonten Kälber bzw. Lämmer bei der Geburt ein zu hohes Gewicht auf, verbunden mit einer abnormen Körpergröße (Large Offspring Syndrome - LOS), was eine Entbindung durch Kaiserschnitt erforderlich macht. Diese Tiere sind dann teilweise nicht lebensfähig, da auch die inneren Organe fehlgebildet sind, sie eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit zeigen sowie Schwierigkeiten beim Atmen, Saugen und Stehen. Weiterhin treten auf: Störungen der Muskelfunktion (auch des Herzmuskels), verminderte Anzahl roter und weißer Blutkörperchen, Lungenversagen, abnorme Entwicklung der Nieren, Fettleber.

Generell kommen Probleme mit dem Atemapparat, den inneren Organen sowie Schwäche bei geklonten Tieren häufig vor.

Nicht zu vergessen ist auch, dass die »Klon-Eltern«, d. h. die Tiere, denen Zellen oder Eizellen entnommen werden oder die als »Leihmütter« herhalten und die geklonten Embryonen austragen und - notfalls durch Kaiserschnitt - gebären müssen, ebenfalls Eingriffen unterzogen werden, die mit Schmerzen, Leiden und Schäden einhergehen können.

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