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Was muss geändert werden?

Die Jagd hält ihren eigenen Ansprüchen bei kritischer Hinterfragung nicht stand. Sie hat weder etwas mit Natur- noch mit Tierschutz zu tun. Vielmehr handelt es sich um das Hobby einer kleinen Minderheit der Bundesbürger sowie um eine Form der Landnutzung und bedarf unter Aberkennung der Privilegien einer Korrektur in der gesamtgesellschaftlichen Gewichtung.

Die Frage, ob das Töten von Tieren zum Zwecke ihrer Nutzung zu verantworten ist, werden Tierrechtler und »Fleisch-essende Normalbürger« sehr unterschiedlich beantworten. Wenn aber im Zuge der Jagdausübung Ziele des Naturschutzes unterlaufen, Tieren erhebliche Leiden und Schmerzen zugefügt und nicht jagende Bürger und Bürgerinnen in ihren Freiheiten und Rechten beschnitten werden - dann passt diese Jagd nicht in unsere Gesellschaft. Es bedarf dringend einer Harmonisierung des Jagdrechtes mit dem Tier- und Naturschutzrecht sowie mit dem moralischen Empfinden der Mehrheit der Bürger und Bürgerinnen.


Wir stellen daher folgende Mindestforderungen:

  1. Das Bundesjagdgesetz ist umfassend zu novellieren. Bei der Jagd darf nicht rechtens sein, was nach anderen Gesetzen in anderem Kontext verboten ist. Das gilt auch für die Landesjagdgesetze, denen neuerdings ein Abweichungsrecht eingeräumt wurde. Der unbestimmte Rechtsbegriff der Weidgerechtigkeit ist zu ersetzen.
  2. Der Katalog der jagdbaren Arten ist nach fachlichen Kriterien deutlich zu kürzen. Gefährdete Arten wie der Feldhase sind in all jenen Ländern von der Jagd zu verschonen, in denen sie auf der Roten Liste stehen.
  3. Alle Jagdmethoden, die den Tieren erhebliche Schmerzen und Leiden zufügen können, sind unter die Jagdbeschränkungen aufzunehmen und zu verbieten.
  4. Die Ausbildung der Jäger, die gerne als »grünes Abitur« bezeichnet wird, bedarf einer umfassenden Reform. Die aktuellen Ausbildungsinhalte müssen dringend um die Fachbereiche Tierschutz, Naturschutz und Ökologie erweitert werden. Eine fundierte Artenkenntnis ist dabei ebenso Voraussetzung, wie eine sichere Schießfertigkeit, die in zweijährigem Abstand zu überprüfen ist.
  5. Die Jagd darf die Freiheiten und Rechte der nicht jagenden Mehrheit nicht beschränken. Die Jagdzeiten sind deshalb auf wenige Wochen im Jahr zu begrenzen, damit unsere Wildtiere wieder erlebbar werden. Die Zwangsmitgliedschaft und Zwangsbejagung von Grundflächen ist künftig ebenso zu unterbinden wie der Abschuss von »Haustieren«.
  6. Und schließlich bedarf es unabhängiger Stellen und Behörden, die Jagd und Jäger kontrollieren.


Autorin: Kirsten Heinzel
Stand: Juli 2008

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